30-06 ifo Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland steigt geringfügig

ifo Geschäftsklima Deutschland Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im Mai 2016.

 

ifo-Präsident Clemens Fuest


Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft der ostdeutschen Bundesländer ist im Vorfeld der Brexit-Abstimmung im Juni saisonbereinigt geringfügig gestiegen. Die ostdeutschen Unternehmen beurteilten ihre momentane Geschäftslage etwas besser als im Vormonat und ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate nur unwesentlich schlechter. Die Stimmung bleibt insgesamt positiv.

Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima das zweite Mal in Folge aufgehellt. Die aktuelle Geschäftslage wurde fast ebenso gut eingeschätzt wie im Vormonat. Zudem korrigierten die ostdeutschen Industriefirmen ihre Geschäftserwartungen abermals nach oben. Sie blickten insgesamt vorsichtig optimistisch auf das kommende halbe Jahr. Allerdings dämpfte das zum Befragungszeitpunkt bevorstehende Referendum in Großbritannien die Exporterwartungen.

Im ostdeutschen Handel ist der Geschäftsklimaindex leicht gesunken. Im Großhandel wurden die zuletzt stark verbesserten Geschäftslageeinschätzungen etwas zurückgenommen, während die Geschäftserwartungen seitwärts tendierten. Im ostdeutschen Einzelhandel haben sich die laufenden Geschäfte hingegen abermals verbessert, die Geschäftsaussichten jedoch verschlechtert. Insgesamt präsentiert sich der Handel allerdings weiterhin entspannt.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe tendierte der ifo Geschäftsklimaindex seitwärts. Dabei waren die ostdeutschen Bauunternehmen mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage so zufrieden wie noch nie. Allerdings gehen sie mehrheitlich davon aus, dass diese außerordentlich gute Situation im kommenden halben Jahr nicht zu halten ist.

Quelle: BondWorld.ch