TRIXL Christian Amundi

Amundi lanciert ersten Obligationenfonds mit Fokus auf Klimagerechtigkeit

Amundi hat mit dem Just Transition for Climate Fonds eine neue aktive Europa-Bond-Strategie lanciert.

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Christian Trixl, CEO von Amundi Schweiz


Der Fonds berücksichtigt quantitative Ziele zur Energiewende und Kriterien für eine sozial gerechte Neuausrichtung der Wirtschaft im Rahmen des Pariser Klimaabkommens.

Als erster Fonds dieser Art ist der Amundi Responsible Investing – Just Transition for Climate:

  • vollständig auf die Energiewende ausgerichtet, indem er Ziele zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks berücksichtigt;
  • sozial inklusiv, indem er sich auf Just-Transition-Scores stützt. Diese umfassen Auswirkungen auf Mitarbeiter, Konsumenten, lokale Gemeinwesen und die Gesamtgesellschaft;
  • dynamisch und zukunftsorientiert, durch eine individuelle Engagement-Politik, um Emittenten bei der Transformation im Einklang mit ökologischen und sozialen Zielen zu unterstützen.
Quantifizierung der Auswirkungen von Investitionen für die Energiewende

Das Anlageuniversum des Fonds basiert auf dem Bloomberg Barclays Euro Aggregate Corporate Index mit 3.122 Unternehmensanleihen. Dieses Universum wird durch ein Negativ-Screening mit Klima- und Sozialkriterien gefiltert. So soll nur in die Emittenten investiert werden, die Ziele zur Reduzierung ihres CO2-Fussabdrucks formuliert haben, kein extremes physisches Risiko darstellen und deren ESG- und Just-Transition-Rating grösser oder gleich „E“ ist.

Der Fonds konzentriert sich vor allem auf folgende Kriterien:
  • Klima: der CO2-Fussabdruck soll 20 Prozent unter dem der Benchmark liegen und jährlich weiter reduziert werden
  • Klimagerechtigkeit: es wird ein Just-Transition-Score angestrebt, der über dem der Benchmark liegt
  • ESG-Kriterien; der Amundi-ESG-Score soll ebenfalls über dem der Benchmark rangieren
Just-Transition-Konzept

Das Just-Transition-Konzept folgt der Prämisse, dass der Übergang zu einer kohlenstoffarmen und umweltfreundlichen Wirtschaft für alle akzeptabel sein und folglich die soziale Dimension des Wandels berücksichtigen soll. Folgende Dimension stehen dabei im Fokus:

  • Mitarbeiter: Engagement, dass Mitarbeiter aus von der Energiewenden betroffenen Branchen Arbeitsplätze in nachhaltigen Unternehmen finden;
  • Verbraucher: Konsumgüter sollen für alle zu erschwinglichen Preisen zugänglich sein;
  • Lokales Gemeinwesen: Kosten und der Nutzen des Übergangs sollen gerecht verteilt werden;
  • Gesamtgesellschaft: Alle Interessengruppen sollen ihre Rolle durch einen konstruktiven Dialog zur Koordination von Massnahmen wahrnehmen können.

Der Just-Transition-Score beurteilt die Leistung der Emittenten im Vergleich zu Wettbewerbern. Jede Dimension wird hinsichtlich der Bedeutung für die soziale Akzeptanz der Transformation gewichtet. Die kontinuierliche Überwachung und der Dialog stellen sicher, dass die Scores und Gewichtungen bei Bedarf angepasst werden.

Kontinuierliches Engagement

Im Einklang mit dem langfristigen Ansatz für verantwortungsbewusstes Investieren von Amundi profitiert der Fonds von einer expliziten Engagement-Politik. Diese unterstützt Unternehmen dabei, transparente, glaubwürdige und ehrgeizige Umstellungsziele zu formulieren und zusammen mit Mitarbeitern und Stakeholdern die soziale Akzeptanz der Transformation sicherzustellen.

Das Engagement umfasst folgende Bausteine:
  1. Jährlicher Brief an die Emittenten im Referenzuniversum, mit der Aufforderung, Übergangsziele zu formulieren und die notwendigen Ressourcen für die Umsetzung bereitzustellen;
  2. Kontinuierlicher Austausch mit den Portfolio-Unternehmen über die Transformationsziele;
  3. Förderung von Forschung und das Bewusstsein für eine sozial gerechte Energiewende im Austausch mit Organisationen, Foren und Interessenverbänden sowie der Wissenschaft.

Zu den genannten Schlüsselindikatoren wird es ein Reporting geben, das den CO2-Fussabdruck, den ESG-, den Temperatur- und den Just-Transition-Score umfasst.

Barberis Jean-Jacques Amundi„Die Forderung nach einer gerechten Klimawende im Rahmen des Pariser Klimaabkommens ist zentral für die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft“, sagt Jean-Jacques Barberis, Head of Institutional and Corporate Clients & ESG bei Amundi. „Es wird keine Energiewende geben, wenn diese nicht sozialverträglich ist. Die soziale Dimension der Energiewende wird daher für Investoren immer wichtiger. Der Amundi Responsible Investing – Just Transition for Climate ist der erste Fonds, mit dem Investoren Klimarisiken messen und integrieren können sowie mit Blick auf eine fairen Energiewende investieren können. Die Methodik wird sich auf Grundlage unseres Dialogs mit Unternehmen schrittweise weiterentwickeln“.

„In der Schweiz sehen wir einen nie dagewesenen Nachfrageschub nach ESG-Produkten. Aktuell betreffen rund 95 Prozent der Neuanfragen an Amundi in der Schweiz ESG“, sagt Christian Trixl, CEO von Amundi Schweiz. Das gilt sowohl im Geschäft mit Institutionellen als auch mit Privatanlegern, wobei die Frage nach einer gerechten Energiewende stärker in den Fokus rückt. Dass ESG immer mehr an Dynamik gewinnt, liegt auch an neuen SFDR-Transparenzanforderungen. Bei Amundi werden bis Ende 2021 100 Prozent der aktiven Anlagefonds eine ESG-Komponente beinhalten und mehr als 80 Prozent eine SFDR-Klassifikation von 8 und mehr ausweisen.

Quelle: BondWorld.ch