Anlegervertrauen in Europa sinkt im Juli deutlich

State Street Global Exchange veröffentlichte am Dienstag die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index® (ICI) für Juli 2016.….

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Jessica Donohue, Executive Vice President und Chief Innovation Officer bei State Street Global ExchangeExecutive Vice President und Chief Innovative Officer, State Street Global Exchange


Der Global ICI sank gegenüber dem revidierten Wert vom Juni um 7,7 Punkte auf 98. Der Rückgang beruhte vor allem auf der Abnahme des European ICI von 100,3 auf 92,4 Punkte. Der North American ICI fiel ebenfalls, und zwar um 5,9 Punkte auf 99,9, genauso wie der Asian ICI, der um 5,2 Punkte auf 108 zurückging.

Der ICI wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates, dem Forschungs- und Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange, entwickelt. Der Index misst das Anlegervertrauen bzw. die Risikobereitschaft der Investoren auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Investoren analysiert. Der ICI bestimmt Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern genau: Je grösser der Portfolioanteil von Aktien, desto grösser ist die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der Index auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Investoren und nicht auf deren Meinungen

„Die Zahlen für diesen Monat weisen eindeutig auf einen Rückgang des Anlegervertrauens hin. Der Anstieg der Risikoaversion unter den Investoren war keine Überraschung, da die Marktteilnehmer sich mit den weitreichenden Auswirkungen des Brexits und den jüngsten geopolitischen Turbulenzen in der Türkei konfrontiert sahen“, kommentierte Ken Froot. „Die weltweiten Wachstumsaussichten, die vorher bereits recht mässig waren, haben sich weiter verschlechtert. Institutionelle Investoren haben darauf reagiert, indem sie auf weitere risikoreiche Vermögenswerte in ihren Portfolios verzichteten.“

Was die einzelnen Regionen betrifft, so waren institutionelle Investoren in Europa von den Rückschlägen zweifellos am stärksten betroffen, da sie vom Ergebnis des Brexit-Referendums völlig überrascht wurden. Der Brexit ist ein spürbares Zeichen dafür, dass die Globalisierung unter schweren politischen Druck geraten ist. Die Marktteilnehmer haben gerade erst begonnen, die Auswirkungen der Anti-Globalisierungsmassnahmen auf das Wirtschaftswachstum zu beurteilen“, kommentierte Jessica Donohue, Executive Vice President und Chief Innovation Officer bei State Street Global ExchangeExecutive Vice President und Chief Innovative Officer, State Street Global Exchange, die Entwicklung. „In Asien waren die institutionellen Investoren optimistischer, denn der ICI blieb dort über dem kritischen Wert von 100 Punkten. Die positive Stimmung beruhte voraussichtlich auf den guten Nachrichten aus China, wo das BIP-Wachstum im zweiten Quartal über den Konsensschätzungen lag.“

Quelle: BondWorld.ch