CALCOLATRICE 2

Ansichtssache

EUR USD (1,3340)        Eigentlich hätte man es doch wissen können,  dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA schlechter als erwartet ausfallen würde. Denn die Schätzungen der Ökonomen waren  teilweise gewaltig und reichten bis zu einem Zuwachs von 250.000 bei  den Nonfarm Payrolls. Doch nach ein paar Minuten des Nachdenkens  und einem vorsichtigen Blick in Richtung Aktienmarkt, fiel den meisten  Akteuren ein, dass es ja noch QE2, das….


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quantitative Lockerungsprogramm der Fed, gibt, um den gröbsten Katzenjammer nach so einer  „Fehleinschätzung“ der meisten Analysten vergessen zu machen. Ein  Kommentator kam sogar auf die Idee, nicht mehr auf die volatilen  Ergebnisse einzelner Monate schauen zu wollen, sondern sah die  „wahre“ Zahl den Nonfarm Payrolls im Durchschnittswert der  vergangenen drei Monate.   
Auch wenn mancher Beobachter heute den umstrittenen Vorschlag vom  Chef der Eurogruppe, Juncker, und des italienischen Finanzministers  Tremonti zur Einführung eines so genannten E-Bonds mit einiger Skepsis  ob seiner Durchsetzbarkeit begegnen werden: Man kann sich des  Eindrucks nicht erwehren, dass sich das Schlaglicht des Marktinteresses  seit der EZB-Sitzung vom vergangenen Donnerstag peu à peu von der  Eurozone weg, wieder in Richtung USA bewegt. Zumindest die  Entwicklung des Euro weist darauf hin, wo einige Akteure nach  Publizierung des US-Arbeitsmarktberichts offenbar auf dem falschen Fuß  erwischt wurden. Möglicherweise schlägt sich in der jüngsten Erholung  auch schon wieder langfristige Nachfrage nieder, weswegen wir im Falle  eines Rücksetzers auf 1,3290 eine bullishe Strategie (Risikolimit 1,3250)  mit Kursziel 1.3515 anstreben würden.

USD JPY (82,90) Die japanische Regierung arbeitet daran, ihre Wahlversprechen einzulösen. Ein Thema, das derzeit Gemüter bewegt, sind Kraftfahrzeuge und ihre Abgase. Für  Letztere wollen die Demokraten im nächsten Fiskaljahr eine Emissionssteuer einführen. Einerseits, um ökologisches Pflichtbewusstsein zu zeigen. Andererseits, um die leeren Staatskassen aufzufüllen. Sofort folgten dieser Ankündigung Proteste, sowohl von der Autoindustrie als auch  von der Opposition. Angeblich würden dadurch  die heimischen Automobilhersteller benachteiligt und zum Nachdenken über alternative Standorte animiert werden. Das tun sie aber ohnehin schon längst. Thailand und Indien sind schon seit einigen Jahren bei den großen der Autobranche als Produktionsstandort im Gespräch. Mittlerweile denken auch kleinere Zulieferfirmen über einen Standortwechsel nach. Immerhin haben mehrere größere Vertreter dieser Branche schon vor einigen Jahren damit begonnen, einen Teil der Produktion nach Thailand und China zu verlagern. Das Wirtschaftswachstum auf Trab zu halten und den Schuldenabbau voranzutreiben, dürfte sich unter solchen Umständen schwierig gestalten. Der starke Yen ist ein weiteres Sorgenkind. Noch wird eine kurzfristige Verteuerung von der  82,40er Marke verhindert. Solange sie hält, bleibt unser das Potenzial bei 85,95. Davor liegt Angebot bei 83,50 und bei 84,40.

EUR JPY (110,60) Aufwärtspotenzial steht bis  111,70 und  113,80 zur Verfügung, solange die  108,65er Unterstützung Bestand hat. Zwischennachfrage erwarten wir bei 109,70.

GBP USD (1,5730) Mit Hilfe der enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten stiegen Kabelpfunde bis zu unserem Potenzialpunkt. Der Auslöser für weitere Kurssteigerungen, der heute etwas tiefer bei 1,5790 steht, wurde aber nicht überwunden. Darüber rechnen wir mit Kurssteigerungen bis 1,5990. Wahrscheinlich ist  sogar noch mehr drin. Die Unterstützungen haben sich merklich verbessert und sind nun bei 1,5665 bzw.  1,5610 angesiedelt. Wir würden einen Dip-Kauf bei ersterer Marke mit Risikolimit bei Letzterer wagen. Jedenfalls solange 1,5790 noch nicht überwunden ist.  

AUD USD (0,9875) AUD konnten sich zum Wochenschluss weiter befestigen und peilen nun die  0,9980er Marke an. Darüber wären sogar Gewinne bis auf 1,0095 möglich. Auf der Unterseite sollte dagegen die Unterstützung bei 0,9740 nicht mehr unterlaufen werden.


Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend



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