Nangle Toby Columbia Threadneedle

Columbia Threadneedle: Risikoappetit ist gestiegen, mit Fokus auf Investmentgrade-Obligationen

Angesichts der jüngsten Marktentwicklungen steigt der Risikoappetit der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments.

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Von Toby Nangle, Globaler Leiter Asset Allokation bei Columbia Threadneedle


 „Wenn alles so bleibt, wie es ist, werden wir die Risikopositionen im Portfolio erhöhen“, schreibt Toby Nangle, Globaler Leiter Asset Allokation bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar. „

Der Wermutstropfen dabei sei, dass die Situation wechselhaft bleibe. Doch die Experten sehen die Covid-19-Pandemie „nach wie vor als vorübergehenden, wenn auch ernsthaften Schock“ an. Die politischen Entscheider hätten Entschlossenheit gezeigt, die Preisabschläge auf risikoreichere Vermögenswerte zu begrenzen – damit sich die Gesundheitskrise nicht zu einer globalen Finanzkrise auswachse.

Im Zusammenhang mit der verstärkten Risikopositionierung verweist Columbia Threadneedle auf die erhöhte Schwankungsbreite in den Renditen bei Zinspapieren. „Die Korrelation dieser Renditen mit den Renditen anderer Risiko-Assets wie Aktien ist gestiegen“, schreibt Nangle. „Daher ist der Risikobeitrag von Unternehmensobligationen in Portfolios, die entsprechende Positionen halten, gestiegen. Infolgedessen hat das Gesamtportfoliorisiko ebenfalls zugenommen.“

Ein Fokus im Zuge der erhöhten Risikobereitschaft bei Columbia Threadneedle liegt auf Unternehmensobligationen guter und sehr guter Schuldnerqualität, sogenannten Investmentgrade-Ratings. Entsprechende Obligationen hat die Fondsgesellschaft innerhalb ihrer vermögensverwaltenden Portfolios, die verschiedene Anlageklassen und Märkte umfassen, kürzlich von „neutral“ auf „bevorzugt“ heraufgestuft. Die Bewertungen entsprechender Papiere seien nun deutlich günstiger, gleichzeitig hätten sich die Risikoprämien von etwa 100 Basispunkten auf rund 300 Basispunkte verdreifacht.

Quelle: BondWorld.ch