Eurizon

Eurizon: Makromärkte im Mai 2020

Eurizon: : Die Finanzmärkte haben sich in einem Umfeld gesunkener Volatilität in den vergangenen Wochen erholt.

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Die Entwicklung wurde gestützt durch eine Kombination aus positiven Nachrichten über die Eindämmung des Coronavirus auf globaler Ebene und äußerst resoluten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der negativen Shutdown-Auswirkungen.

Worauf vor diesem Hintergrund geachtet werden sollte

Solange die Shutdowns in Kraft sind, dürfte die Kombination aus einer Ansteckungsverlangsamung und wirtschaftspolitischen Reaktionen es den Anlegern erlauben, sich mit der Beurteilung der Wirtschaftszahlen bedeckt zu halten. Denn zunehmend wird eine sehr starke Abschwächung der Wirtschaft deutlich.

Ab der zweiten Maihälfte und im Juni, wenn die Social-Distancing-Maßnahmen gelockert werden, wird sich die Aufmerksamkeit jedoch wahrscheinlich auf die Folgen des Wiederanlaufens der Wirtschaft verlagern.

In diesem Zusammenhang wird es zwei Themenschwerpunkte geben: den tatsächlichen Erholungsgrad der Wirtschaftstätigkeit, der in hohem Maße davon abhängen wird, welche Social-Distancing-Maßnahmen beibehalten werden müssen, und die Gefahr neuer Ansteckungen.

Im Ausblick für die Eurizon-Portfolios wird US-Duration mit neutral beurteilt, die Einschätzung von Staatsanleihen aus Deutschland und den „Quasi-Core-Staaten“ der Eurozone fällt indes negativ aus. Bei den Staatsanleihen der „Non-Core-Staaten“ belassen wir unsere Beurteilung bei positiv.

Für Spread-Märkte wird eine Übergewichtung vorgenommen: Die bereits im April begonnene Aufstockung der Positionen betrifft hauptsächlich die von den Zentralbanken unterstützten Segmente, also zunächst Investment Grades und danach High Yields.

Aktien werden angesichts des nach wie vor unsicheren kurzfristigen Umfelds, in dem es unwahrscheinlich erscheint, dass die dynamische Entwicklung der Märkte der vergangenen Wochen eine Fortsetzung findet, mit neutral beurteilt. In jedem Fall wird weiterhin ein flexibler Managementansatz verfolgt, bei dem mögliche Korrekturen im Hinblick auf eine allmähliche Erhöhung der Positionen bewertet werden.

Beurteilung der Anlageklassen:

Aktien werden weiterhin mit neutral beurteilt. Kurzfristig sind die Aussichten noch ungewiss, und es scheint nicht sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt weiterhin so entwickelt wie in den vergangenen Wochen. In jedem Fall wird ein flexibler Managementansatz beibehalten, bei dem mögliche Korrekturen im Hinblick auf eine allmähliche Erhöhung der Positionen bewertet werden.

Es gilt nach wie vor die folgende geografische Präferenz:

(1) USA und Schwellenländer,

(2) Japan,

(3) Europa und Pazifik ohne Japan.

Staatsanleihen: Die Beurteilung für die Duration von US-Staatsanleihen fällt weiterhin neutral aus. Bundesanleihen und Schuldtitel der „Quasi-Core-Staaten“ der Eurozone werden indes negativ beurteilt. Dadurch bestätigen sich die Portfolioeingriffe des vergangenen Monats.

Die Übergewichtung von „Non-Core-Titeln“ der Eurozone wird bestätigt.

Anleihe-Spreads: Die Beurteilung für die Spread-Märkte fällt positiv aus. Die Anhebung von Positionen, die bereits im Laufe des April begonnen hatte, betraf vorrangig die von den Zentralbanken unterstützten Segmente, also zunächst Investment Grades und danach High Yields. Hieraus ergibt sie die folgende neue Präferenz: (1) Investment Grade, (2) High Yield, (3) Schwellenländer.

Währungen: Der Yen wird positiv beurteilt. Hierdurch bestätigen sich die im Laufe des April vorgenommenen Portfolioeingriff.

Quelle: BondWorld.ch