Fokus: Indirekte Immobilienanlagen bleiben weiter attraktiv

Auch nach der jüngsten Aufwärtsbewegung bei den Kapitalmarktzinsen, bleiben indirekte Immobilienanlagen weiterhin eine attraktive Investitionsmöglichkeit……


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Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


Denn der Renditeanstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Zinsniveau immer noch auf ausserordentlich tiefen Niveau verharrt. Die zehnjährigen Schweizer Eidgenossen etwa “rentieren” nach wie vor nur mit einem negativen Vorzeichen. Von einem Ende des Tiefzinsumfeldes kann also vorerst nicht die Rede sein und die Suche nach Renditen dürfte Immobilienfonds weiterhin in der Anlegergunst belassen. Insofern bieten die infolge der gestiegenen Zinsen korrigierten Agios (Aufpreis gegenüber dem Nettoinventarwert des Portfolios) interessante Gelegenheit für einen behutsamen Auf- bzw. Ausbau der Immobilienquote.

Agios haben mit Zinsanstieg deutlich korrigiert

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Obschon Immobilien als Anlageklasse vorderhand durch das Zinsumfeld gestützt bleiben dürften, zeigen die jüngsten Entwicklungen aber auch, dass bei der konkreten Umsetzung von Immobilieninvestments eine grosse Portion Vorsicht angebracht ist. So sind wir mittlerweile zurückhaltender, was Immobilienfonds betrifft, deren Portfolio sich vornehmlich aus Wohnliegenschaften zusammensetzt. Denn angesichts der grossen Anzahl an in Bau befindlicher oder geplanter Wohneinheiten bei gleichzeitig rückläufigen Zuwanderungszahlen, erwarten wir zunehmende Probleme des Marktes, das Angebot zu absorbieren. Diese Entwicklung lässt die Leerstände bei Mietwohnungen bereits deutlich steigen, wodurch auch Wohnliegenschafts-Fonds infolge zunehmender Mietausfallquoten unter Druck geraten dürften. Ein Umfeld, welches das im Vergleich zu den Geschäftsliegenschafts-Fonds höhere Agio zunehmend weniger rechtfertigt. Zumal einzelne Geschäftsliegenschafts-Fonds bereits heute höhere Ausschüttungsrenditen aufweisen, als dies bei den Wohn- oder Gemischtimmobilienfonds der Fall ist.

 

 

 

Gewerbeimmobilien-Fonds sind relativ attraktiv

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Kommt hinzu, dass bei Gewerbeliegenschaften die Mietverträge meist durch lange Mindestlaufzeiten charakterisiert sind, was entsprechend stabile Cash Flows mit sich bringt. Zusammen mit dem erwarteten stabilen Schweizer BIPWachstum und der rückläufigen Bautätigkeit bei Büroimmobilien sprechen diese Gründe für ein Präferieren von Geschäfts- gegenüber Wohnimmobilienfonds. Doch unabhängig von der Art des Fonds bleiben die Renditen bei indirekten Immobilienanlagen im Vergleich zu Staatsanleihen auch beim aktuellen Zinsumfeld deutlich attraktiver. Die Zinsbewegung am aktuellen Rand mahnt zwar zur Vorsicht bei Immobilienanlagen, solange das Zinsniveau aber nicht in den deutlich positiven Bereich steigt, sollte sich an dieser relativen Attraktivität nichts ändern.

 

Quelle: BONDWorld.ch