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KOF Konjunkturbarometer: Anstieg auf ähnlichen Wert wie zum Ende der Finanzkrise

Das KOF Konjunkturbarometer steigt im September zum vierten Mal in Folge, dies nach einem historischen Einbruch im Frühjahr dieses Jahres.

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KOF Konjunkturbarometer September


Einen vergleichbaren Wert hat das Barometer zuletzt zum Ende der Finanzkrise 2009/2010 erreicht. Zurzeit ergibt sich ein V-​förmiger Konjunkturverlauf, sodass vorerst mit einer Erholung der Schweizer Konjunktur zu rechnen ist. Eine zweite COVID-​19-Welle könnte jedoch zu einer starken Revision dieser Einschätzung führen.

Das KOF Konjunkturbarometer erreicht im September nach einem Anstieg um 3.6 Punkte einen Wert von 113.8 Punkten – und damit seinen 10-​Jahres-Höchststand. Damit liegt es erneut deutlich über seinem langfristigen Mittel. In erster Linie sind Indikatorenbündel, welche das Gastgewerbe, die Auslandsnachfrage und den Wirtschaftsbereich übrige Dienstleistungen umfassen, für diesen Anstieg verantwortlich. Des Weiteren unterstützen Indikatorenbündel, welche das Verarbeitende Gewerbe sowie den privaten Konsum betreffen, das positive Signal. Leicht negative Signale sind hingegen im Baugewerbe zu beobachten.

Die positiven Signale innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sind insbesondere auf Indikatoren der Elektroindustrie, der Branche Holz, Glas, Stein und Erden sowie der Metallindustrie zurückzuführen. Die übrigen Branchen, die vom Verarbeitenden Gewerbe umfasst werden, bleiben gegenüber dem Vormonat hingegen nahezu unverändert.

Innerhalb des Produzierenden Gewerbes (Verarbeitendes Gewerbe und Bau) deuten die verschiedenen Indikatorengruppen in unterschiedliche Richtungen. Den stärksten negativen Beitrag leisten Indikatoren zur Entwicklung der Auftragsbestände, gefolgt von Indikatoren zum Vorprodukteeinkauf und zur Bewertung der Lager. Positive Signale senden hingegen Indikatoren zur Bewertung der allgemeinen Geschäftslage und zu den Beschäftigungsaussichten. Die Beurteilung der Hemmnisse in der Produktionstätigkeit trägt hierzu ebenfalls positiv bei, jedoch weniger stark als noch im Vormonat.

Quelle: BONDWorld.ch