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LGT Navigator 03. August 2016: Banken stressen Anleger

Nach anfänglich gelassenen Reaktion auf den Ende letzter Woche publizierten Bankenstresstest der EZB, überwog gestern eine pessimistischere Sichtweise der Anleger für Abgabedruck an den europäischen Aktienbörsen….


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Dabei verlor der EuroStoxx 50 knapp -1.8%. Besonders unter Druck standen nach einer Prognosesenkung die Aktien der Commerzbank, die um rund -9% auf ein Rekordtief stürzten. Bei dem europaweiten Bankenstresstest schnitten die Commerzbank und auch die Deutsche Bank schlecht ab. An der Wall Street lastete die Sorge vor einem neuen Einbruch des Ölpreises auf der Anlegerstimmung. Der Dow Jones Industrial beendete am Dienstag den siebten Handelstag in Folge im Minus. Ende Woche steht nun der mit Spannung erwartet US-Arbeitsmarkt. In Asien gaben Aktien heute überwiegend nach. Anleger befürchten, dass die bisherigen Massnahmen der Bank of Japan nicht ausreichen und nun die Munition ausgeht.

Anleihen – Anleihenkaufprogramm glättet Brexit-Wogen

Der Brexit hat internationale Anleger in Unternehmensanleihen zunächst verunsichert. Nach dem ersten Schock folgte jedoch eine massive Kaufwelle. Mündelsichere EUR-Anleihen hatten im Juli ihren besten Monat seit vier Jahren. Die Gewinne in denselben Papieren in britischem Pfund waren die höchsten seit 2009 und auch im nicht-mündelsicheren Bereich wurden starke Gewinne verzeichnet. Viele Investoren dachten sich, Brexit hin oder her, gegen die EZB kommt man nicht an. Eben diese kauft immer mehr Unternehmens- wie auch Staatsanleihen und drückt damit die Renditen im Markt immer stärker nach unten. Es scheint, dass man höhere Renditen nur noch durch eine Erhöhung des Risikos erreichen kann.

Quelle: BondWorld.ch