LGT Navigator 05. Februar 2018 : Anleihen – S&P warnt vor hohem Verschuldungsgrad

Die Zahl der Zahlungsausfälle hochverschuldeter Unternehmen könnte bei einer Kreditverknappung deutlich ansteigen, wie eine Analyse von S&P Global Ratings zeigt……


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Eine lockere Geldpolitik und Kreditvergabe in Verbindung mit niedrigen Zinsen haben zu einem Anstieg der Zahl der überschuldeten Firmen beigetragen. Dies erhöht das Risiko, das zurzeit noch durch relativ niedrige Ausfallraten überdeckt wird, für den nächsten DefaultZyklus, weil die hohe Verschuldung der Unternehmen die Sensibilität der Kreditnehmer für erhöhte Finanzierungskosten erhöht hat. Basierend auf einer globalen Stichprobe von 13´000 Unternehmen schätzt S&P, dass der Anteil der hochverschuldeten Firmen – also derjenigen, deren Verschuldung die jährlichen Profite um das Fünffache übersteigt – im 2017 bei 37% lag, verglichen mit 32% in 2007 vor der globalen Finanzkrise. Im Zeitraum 2011-2017 stieg die Verschuldung der Nicht-Finanzunternehmen um 15 Prozentpunkte auf 96% des Bruttoinlandsprodukts.

Starker US-Jobbericht löst Aktienausverkauf aus

Die Wall Street erlitt am Freitag ihren grössten prozentualen Rückgang seit den Brexit-Turbulenzen im Juni 2016 und den schärfsten Rückgang seit der Finanzkrise 2008. Der Dow Jones schloss 666 Punkte tiefer oder -2.5%, nachdem das Lohnwachstum aufgrund der starken Verfassung des USArbeitsmarktes anzuspringen scheint. Im Januar wurden +200‘000 neue Stellen geschaffen, womit sich das Beschäftigungswachstum im Vergleich zum Vormonat verstärkt hat und über dem Konsens lag. Die Arbeitslosenrate blieb mit 4.1% auf dem tiefsten Stand seit fast 17 Jahren. Die Fed ist damit vor allem aufgrund steigender Löhne gefordert. Die Stundenlöhne stiegen um +0.3% auf USD 26.74, etwas stärker als von Analysten erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um +2.9% höher, womit die höchste Jahresrate seit Juni 2009 notiert wurde. Angesichts der steigenden Zinsen macht sich an den Aktienbörsen verstärkt Nervosität breit. 

Quelle: BondWorld.ch