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LGT Navigator 05. September 2016: Keine Basis für baldigen Fed-Zinsschritt

Der mit grösster Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht aus den USA konnte die Markterwartungen nicht erfüllen und dürfte der US-Notenbank (Fed) keinen Grund für eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung im September liefern……….


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Im August wurden in den USA (ohne Landwirtschaft) 151’000 neue Arbeitsplätze geschaffen, deutlich weniger als mit +180‘000 prognostiziert. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenrate mit 9.7% unverändert. Im Juli war der Stellenzuwachs mit +275‘000 etwas kräftiger als zunächst ausgewiesen. Alles in allem scheint die neuste Beschäftigungsstatistik zwar zu bestätigen, dass sich die Erholung am US-Arbeitsmarkt fortsetzt, jedoch dürfte die Fed mit einer weiteren Zinserhöhung noch bis Dezember – nach den US-Präsidentschaftswahlen – warten. Während die Aktienbörsen erleichtert auf das wahrscheinlich nochmals verlängerte Tiefstzinsumfeld reagierten, schwächte sich der US-Dollar ab.

Anleihen – Schwedische Notenbank wahrscheinlich abwartend

Die Riksbank wird den historisch stärksten geldpolitischen Stimulus diese Woche wohl nicht weiter erhöhen, nachdem die etwas überraschende Schwäche der schwedischen Krone inflationsunterstützend wirken sollte. 20 von 21 befragten Volkswirten zufolge wird die schwedische Notenbank am Mittwoch die wesentliche Repo-Rate bei -0.5% belassen. Die AnalyseTeams der fünf grössten schwedischen Banken erwarten auch, dass das schwedische Wertpapier-Ankaufsprogramm unverändert im Volumen bleibt – drei der Banken sehen jedoch eine Ausweitung des Programmes gegen Jahresende. Die Riksbank hat mit der gegen 2% tendierenden HeadlineInflation und fallender Arbeitslosigkeit keinen Druck, umgehende Massnahmen zu ergreifen. Eine unter Umständen leicht negativere EZB könnte jedoch ein Auslöser für weitere geldpolitische Unterstützung sein, da die Kerninflation nur bei 1.4% liegt.  

 

Quelle: BondWorld.ch