LGT Navigator 07. November 2017 : Anleihen – S&P nennt neue «fragile fünf» Volkswirtschaften

Mit der Bezeichnung «Fragile Five» beschrieb die Investmentbank Morgan Stanley 2013 diejenigen Schwellenländer, die besonders anfällig für eine Normalisierung der Zentralbankpolitik sind…….


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Nun untersuchte die RatingAgentur S&P die 20 grössten kommerziellen Schuldnerländer und stellte fest, dass von den ursprünglich fragilen fünf Ländern (Brasilien, Indien, Indonesien, Südafrika und die Türkei) nur noch die Türkei Teil der Gruppe ist. Die «neuen» fragilen Fünf sind heute vor allem Frontier-Märkte wie Argentinien, Pakistan, Ägypten und Katar, die laut S&P am stärksten gefährdet sind, wenn sich die monetären Bedingungen normalisieren. Mit einem Leistungsbilanzdefizit von über 4% des BIP ist die Türkei nach wie vor stark von der Aussenfinanzierung abhängig und somit anfällig für eine monetäre Normalisierung. Während 2013 die Gründe bei der globalen Kreditkrise und dem Ende des Rohstoffsuperzyklus lagen, scheint politisches Missmanagement in der aktuellen Auswahl das Kernthema zu sein.

Tokioter Aktienbörse auf Dekadenhoch

Der japanische Nikkei 225 Aktienindex schloss heute auf dem höchsten Niveau seit 1992, unterstützt von einem schwächeren Yen und soliden Unternehmensgewinnen. Gleichzeitig beliess Australiens Zentralbank ihren Leitzins erwartungsgemäss unverändert bei 1.5 %. US-Präsident Trump macht heute in Südkorea und morgen in China Station. Dabei stehen vor allem der Nordkorea-Konflikt und Handelsfragen im Mittelpunkt. Andererseits bleibt die US-Notenbank ein Thema. Nachdem die Nachfolge von FedChefin Yellen letzte Woche entschieden wurde, müssen weitere Vakanzen besetzt werden. Neben dem bereits bekannten Rücktritt von Fed-Vizechef Fischer, kündigte gestern auch der Vorsitzende der New Yorker Fed, William Dudley, seinen vorzeitigen Abschied per Mitte 2018 an. In Europa hat sich die Wirtschaftsstimmung im Oktober gemäss dem zusammengefassten Einkaufsmanagerindex etwas eingetrübt. 

Quelle: BondWorld.ch