LGT Navigator 08. Januar 2018 : Anleihen – Schwellenländer mit hohem Schulden-Rollover-Risiko

Entwicklungsländer, die in den letzten Jahren einen noch nie dagewesenen Zugang zu Offshore-Finanzierungen hatten, stehen nun vor der Herausforderung, ihre Schulden zu refinanzieren………


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Währenddessen sind die Zentralbanken auf der ganzen Welt bereit, ihre Geldpolitik zu straffen. Bis Ende 2018 werden mehr als USD 1.5 Billionen an Schwellenländeranleihen und syndizierten Krediten fällig, wobei die in Dollar denominierten Schulden 26% des Gesamtbetrags ausmachen. China, Russland, Südkorea und Brasilien stehen vor einer relativ hohen Belastung durch Dollar-Rücknahmen. Die Emissionen von Anleihen in Fremdwährungen durch die Schwellenländer erreichten im vergangenen Jahr einen Rekordwert von USD 600 Mrd. Während eine Reihe von Ländern die Abhängigkeit von Auslandskrediten verringert hat, haben Saudi-Arabien, die Tschechische Republik und die Türkei einen weiteren Ausbau verzeichnet.

Starke erste Börsenwoche lässt hoffen

Nach einem positiven Jahresauftakt erhoffen sich die Anleger weitere Informationen über den Wirtschaftsverlauf. So stehen in dieser Woche eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten an, wie die US-Detailhandelsumsätze oder die Inflationsdaten. Hierbei erhoffen sich die Börsen Rückschlüsse über den Zeitpunkt und das Tempo der zu erwartenden Zinserhöhungen der Fed. Zudem fällt am Donnerstag der Startschuss zur US-Unternehmensberichtssaison mit den Bilanzzahlen von Bank of America sowie am Freitag von JPMorgan. Der mit +148’000 neuen Jobs schwächer als antizipiert ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht trübte den positiven Ausblick nicht, was sich auch darin ausdrückte, dass der Dow Jones erstmals die Marke von 25’000 Punkten knackte. Das Stellenwachstum war 2017 mit 2.1 Mio. neuen Jobs robust, obwohl leicht geringer als 2016. Die Fed wird aber vor allem den stärker als erwarteten Anstieg der Stundenlöhne beobachtet haben.

 

Quelle: BondWorld.ch