LGT Navigator 1. Dezember 2017 : Währungen – Pfund profitiert von Brexit-Fortschritten

Das britische Pfund (GBP) weitete gestern seine beträchtlichen Kursgewinne seit Anfang 2017 aus, und legte über den Jahresverlauf inzwischen um mehr als +9% gegenüber dem US-Dollar auf über 1.35 zu……..


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Die britische Währung profitierte von Berichten über einen Durchbruch bei den BrexitVerhandlungen im Hinblick auf die Rechnung, die Grossbritannien für seinen Austritt aus der EU begleichen muss. Dies ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer gemeinsamen Vereinbarung, über die dann im Anschluss in den britischen und europäischen Parlamenten abgestimmt werden muss. Als nächste Hürde steht eine Einigung bezüglich des Umgangs mit der britisch-irischen Grenze an, die durch den Brexit effektiv zu einer britisch-EU-Grenze wird. Da die Brexit-Fortschritte die ökonomische Unsicherheit verringern, ist die Rally des Pfunds nachvollziehbar. Die Schäden, die die britische Wirtschaft bereits jetzt genommen hat, sind jedoch nicht zu übersehen.

Hoffnung auf Durchbruch bei US-Steuerreform

Asiens Aktienbörsen tendierten heute uneinheitlich, nachdem die Hoffnung auf einen Durchbruch bei der US-Steuerreform die Kurse an der Wall Street beflügelten. Insgesamt bleibt die Anlegerstimmung vorsichtig zuversichtlich, denn aus Konjunktursicht sind die Perspektiven intakt. In den USA sind die Einkommen und Ausgaben der Privathaushalte im Oktober in etwa wie erwartet gestiegen und die Inflation, gemessen an dem von der Fed bevorzugten Inflationsmass PCE, veränderte sich nur wenig. Heute steht der viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Industriesektor im Mittelpunkt. In Europa blieb der Inflationsdruck trotz der EZB-Geldspritzen moderat. Die Verbraucherpreise stiegen im November auf Jahressicht um +1.5% (Konsens +1.6%, Vormonat +1.4%). Ein Grund dürfte die EuroAufwertung sein, die Importe verbilligt. Inzwischen sank die Arbeitslosigkeit im Euroraum auf den niedrigsten Wert seit anfangs 2009.

 

Quelle: BondWorld.ch