LGT Navigator 1. Februar 2017 : Anleihen – Japans Zentralbank reduziert Anleihenkäufe

Um ein Ansteigen der kurzfristigen Renditen einzudämmen, beschloss die Bank of Japan, das Volumen ihres monatlichen Wertpapierankaufsprogrammes unverändert zu lassen, nachdem es letzte Woche zu einem unüblichen Volumenanstieg gekommen war………..


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


LGT Navigator


Die BoJ sagte, sie werde im Rahmen der ersten Kaufrunde im Februar JPY 410 Mrd. (USD 3.6 Mrd.) 5-10jährige Papiere kaufen, was einer Reduktion um JPY 40 Mrd. im Vergleich zur letzten Runde entspricht – alle anderen Ankaufziele bleiben unverändert. Die BoJ bleibt bei ihrem jährlichen Volumenziel von JPY 80 Billionen, bedingt sich jedoch mehr Flexibilität in der Umsetzung aus, denn sie möchte die 10-jährigen Renditen bei rund 0% halten. Gouverneur Haruhiko Kuroda ergänzte gestern, dass Investoren von etwaigen Interpretationen der generellen Geldpolitik Abstand nehmen sollten.

FOMC-Entscheid im Schatten Trumps

Der Ausschuss (FOMC) der US-Notenbank (Fed) wird heute abend um 20:00 Uhr (MEZ) seinen geldpolitischen Beschluss bekanntgeben. Angesichts der schwer vorhersehbaren Auswirkungen der Politik der neuen USAdministration auf die Wirtschafts- und Inflationsentwicklung, wird die Fed die angestrebte weitere Straffung der Zinsen vorerst behutsam angehen. Unterdessen zeigten sich die amerikanischen Verbraucher zu Jahresbeginn weniger optimistisch als noch im Monat zuvor, als das Barometer ein 15Jahreshoch erreichte. In der Eurozone kletterte die Inflation auf den höchsten Stand seit rund vier Jahren und nähert sich der Zielmarke der EZB von knapp 2% an. Vor dem Hintergrund gestiegener Energiekosten (+8%) stiegen die Verbraucherpreise im Euroraum im Januar auf Jahresbasis um +1.8% (Dezember: +1.1%). Dies könnte Spekulationen über eine baldige Abkehr der EZB von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik anheizen.  

 

Quelle: BondWorld.ch