LGT Navigator 10. Juli 2017 : Anleihen – Australiens AAA-Rating bleibt gefährdet

Im Juli letzten Jahres belegte Standard & Poor‘s Global Ratings das AAARating von Australien mit einem negativen Ausblick wegen der Befürchtung, die neue Regierung würde das laufende Budgetdefizit nicht wesentlich eindämmen können…………


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Obwohl die Regierung im Mai Pläne zur Eindämmung des Defizits vorlegte, wurde der negative Ausblick beibehalten. S&P stellte Budgetrisiken sowie die hohe externe Verschuldung in den Fokus. Die australische Staatsverschuldung stieg im Jahr 2016 auf 41.4% der jährlichen Wirtschaftsleistung und ist somit ein Drittel höher als noch 2013 und viermal so hoch wie 2007. Dennoch scheinen sich Marktteilnehmer keine grossen Sorgen zu machen, denn die Prämie zur Übernahme des australischen Ausfallrisikos über 5 Jahre handelt nur zwei Basispunkte über dem 52-Wochen-Tief von 20 Bp.

Starker Arbeitsmarkt hält Fed auf Kurs

Das Beschäftigungswachstum in den USA fiel im Juni deutlich stärker aus als erwartet und dürfte die US-Notenbank (Fed) auf ihrem Kurs einer weiteren graduellen Erhöhung der Leitzinsen und einem baldigen Abbau ihrer Bilanz bestätigen. Mit 222‘000 neu geschaffenen Stellen (Konsens +178‘000) und einer Korrektur des Vormonatswertes um 47‘000 auf 152‘000 Non-Farm Payrolls präsentiert sich der US-Arbeitsmarkt solide. In Europa bekräftigen unterdessen «harte» Konjunkturdaten eine zunehmende Dynamik der Euro-Wirtschaft. So stieg die Industrieproduktion in Deutschland, Frankreich und Spanien deutlich kräftiger als prognostiziert. Einen derartig langen Aufwärtstrend habe es seit sechs Jahren nicht mehr gegeben, kommentierte das deutsche Wirtschaftsministerium. Die soliden Indikatoren könnten die EZB verstärkt dazu drängen, eine Kurswende in ihrer geldpolitischen Ausrichtung einzuläuten. 

 

Quelle: BondWorld.ch