GIORNALE

LGT Navigator 10. Oktober 2016: Nervosität der Anleger bleibt

Die Unsicherheit und Nervosität der Anleger dürften nach den neusten Arbeitsmarktdaten aus den USA, der zweiten TV-Präsidentschaftsdebatte sowie dem Absturz des britischen Pfundes anhalten……………


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LGT Navigator


Die US-Arbeitsmarktstatistik hat die Wahrscheinlichkeit einer baldigen zweiten Zinserhöhung noch vor Ende dieses Jahres weder erhöht noch verringert. Zwar fiel der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen im letzten Monat mit +156‘000 relativ solide aus, lag aber dennoch unter den Markterwartungen. Gleichzeitig kletterte auch die Arbeitslosenquote von 4.9% auf 5.0%. Dies war aber vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Amerikaner in den Arbeitsmarkt drängten. Nachdem zuvor bereits überraschend starke ISM Einkaufsmanagerumfragewerte darauf hingedeutet, dass die US-Wirtschaft im Q4 an Schwung gewonnen hat, dürfte die US-Notenbank weiterhin auf eine graduelle Normalisierung ihrer Zinspolitik noch vor Jahresende zusteuern.

Anleihen – Pfund «Flash Crash» verunsichert die Devisenmärkte

Die Stimmung der ohnehin durch den Brexit verunsicherten Anleger wurde am Freitag erschüttert, als das britische Pfund während des Handels in Asien dramatisch einbrach. Um etwa 1.07 Uhr MEZ fiel das Pfund gegenüber dem US-Dollar innerhalb von zwei Minuten um mehr als -6% von 1.26 auf 1.1850, nur um sich danach innerhalb von knapp zehn Minuten auf etwa 1.24 wieder zu erholen. Unter den mutmasslichen Gründen wurden ein «Fat-Finger-Trade», ein Fehler algorithmischer Handelssysteme sowie die in der Financial Times zu lesenden Kommentare von Francois Hollande aufgeführt, wonach die Europäische Union die nötige Härte in den BrexitVerhandlungen zeigen müsse. Der Absturz des Pfundes reflektiert eine Lawine an (Stop-Loss) Verkäufen im oft illiquiden Handel in Asien. Er zeigt, dass die Investoren für die Übernahme des Risikos einer weiteren GBPAbwertung aufgrund des Brexits und der grossen Wechselkursvolatilität einen sehr hohen Diskont verlangen.

 

Quelle: BondWorld.ch