LGT Navigator 12. April 2017 : Anleihen – Politische Ereignisse dominieren derzeit die Märkte

Die letzten Tage begann der Markt die geopolitischen Risiken einzupreisen was die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen sinken liess – sie rentieren derzeit knapp 2,31% – und die Preise für andere sichere Anlagen wie Gold weiter ansteigen liess…


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Die jüngsten Kommentare von US-Staatssekretär Rex Tillerson über die Position der USA in Bezug auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor seinen Treffen mit russischen Politikern dürften in der Folge die Gespräche nach den jüngsten US-Luftangriffen gegen Syrien dominieren. In Europa haben sich die Kreditaufschläge zwischen den Deutschen Bund- und den französischen Benchmark-Anleihen nach den letzten Umfragen zur Präsidentschaftswahl weiter ausgeweitet. Die letzten Umfragewerte attestieren dem politisch links anzusiedelnden Kandidaten Melenchon bei den bevorstehenden französischen Wahlen verbesserte Chancen. Über die letzten zwei Tage stiegen die Kreditaufschläge am kurzen Ende der Kurve um 13 Basispunkte an.

Geopolitische Unsicherheiten dämpfen Stimmung

Angesichts der angespannten geopolitischen Situation in Bezug auf Syrien und insbesondere Nordkorea, bleiben die Aktienanleger zurückhaltend. Zudem rückt der erste Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen am 23. April näher. Vor diesem Hintergrund fiel der Euro gestern gegenüber dem US-Dollar auf ein Vier-Wochen-Tief. Unterdessen setzten jedoch die neusten Umfrageergebnisse des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einen weiteren positiven Akzent bei der Beurteilung der Konjunkturaussichten im Euroraum. Das Stimmungsbarometer erreichte dabei den höchsten Stand seit August 2015. Die befragten Finanzmarktexperten erwarten, dass die positive Entwicklung weiter anhält. Zuletzt hatten sich zahlreiche Frühindikatoren für die Eurozone teils deutlich aufgehellt, was auf ein anziehendes Wirtschaftswachstum schliessen lässt und die EZB zunehmend unter Druck setzt.

Quelle: BondWorld.ch