LGT Navigator 12. Dezember 2017 : Anleihen – Gilts legen aufgrund von Brexit-Unstimmigkeiten zu

Die Kurse britischer Staatsanleihen (Gilts) stiegen merklich und erzielten den grössten Zugewinn seit einer Woche………..


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Dies vor dem Hintergrund von wieder aufgetauchten Rissen im Brexit-Kompromiss zwischen der britischen Regierung und der Europäischen Union. Benchmark-10-Jahres-Anleihen glichen einen zweitägigen Rückgang mehr als nur aus, während das Pfund nach Brexit-Übereinkommen zu Abschlusszahlungen, Bürgerrechten, und der irischen Grenze sogar nachgab. Brexit-Sekretär Davis und andere Minister sendeten am Wochenende Signale, dass Grossbritannien nicht wirklich hinter dem stehe, was in der vergangenen Woche vereinbart worden sei – eine Folge überhasteter Gespräche zwischen London, Dublin, Brüssel und Belfast. Die inländische Zinsstrukturkurve verflachte sich, auch unterstützt durch ein fehlendes Emissionsangebot bis zum Jahresende. Die 10-jährige Staatsanleihenrendite fiel um acht Basispunkte auf 1.2%, während das Pfund gegenüber EUR und USD nachgab.

Zurückhaltung vor Zentralbankentscheiden

Die Aktienbörsen tendierten im Vorfeld der im Wochenverlauf erwarteten Zinsentscheidungen führender Notenbanken mehr oder weniger seitwärts. Europas Börsen wurden zudem durch den stärkeren Euro belastet. Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank (Fed) dürfte morgen Mittwochabend eine weitere Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 1.25 bis 1.50 Prozent verkünden. Im Mittelpunkt werden neben dem Zinsentscheid auch die letzte Pressekonferenz von Janet Yellen als Chefin der Fed und die aktuellen Konjunktur- und Zinsprognosen der US-Notenbank stehen. Die EZB könnte ihrerseits angesichts positiver Konjunktursignale ihre Wirtschaftswachstums- und Inflationsprognosen anheben. Mit einer direkten Anpassung der Schlüsselzinsen wird hingegen nicht gerechnet, nachdem EZB-Chef Mario Draghi erst bei der letzten Zentralbanksitzung die Drosselung der Anleihekäufe angekündigt hatte. 

 

Quelle: BondWorld.ch