LGT Navigator 12. Januar 2018 : Anleihen – Countdown zum US-Schuldenlimit

Frühere Kämpfe um die Schuldengrenze der USA haben zu Verzerrungen am kurzen Ende der Renditekurve rund um sogenannte «Drop-DeadDates» geführt – das jeweilige Datum, an dem Bilanzierungsoptionen ausgehen und Kreditkapazitäten erschöpft sind………..


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Ohne weitere Entscheidungen des US-Kongresses wird die Regierung wahrscheinlich schon im März erneut an die Grenze ihrer Möglichkeiten inklusive ausserordentlicher Massnahmen stossen. Eine am 30. November veröffentlichte Analyse des Congressional Budget Office sah vor, dass das US-Finanzministerium weiterhin Kredite aufnehmen könnte, ohne die Schuldenobergrenze bis Ende März oder Anfang April anzuheben. Durch die Unsicherheiten, die von den Auswirkungen neuer Steuergesetze bis zu Rückzahlungsplänen reichen, kann die geschätzte Zeitspanne jedoch kürzer sein. Die kommenden Wochen und Monate werden Hinweise geben, wann diesmal das «Drop-DeadDates» sein könnte, soweit ist es aber immer noch ein bewegliches Ziel.

US-Firmenbilanzen und Konjunkturdaten erwartet

Nachdem die Jahresauftaktrally vieler Börsenindizes Mitte Woche durch steigende US-Renditen ausgebremst worden war, erwarten Anleger nun den Start zur Unternehmensberichtssaison sowie neue Daten zur USWirtschaft in Form der Detailhandelsumsätze und Inflationszahlen. Die Europäische Zentralbank (EZB) will angesichts verbesserter Inflationsaussichten und eines fortgesetzten Wirtschaftswachstumstrends demnächst über eine Änderung ihres Ausblicks respektive ihrer «Forward Guidance» diskutieren. Dies ging aus dem gestern veröffentlichten Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung vom 14. Dezember 2017 hervor. Die EZB wird sich dabei stärker auf die Leitzinsen ausrichten und weniger auf die bereits stark verringerten Anleihekäufe fokussieren. Die EZB werde ihre Kommunikation langsam anpassen, um plötzliche und ungerechtfertigte Änderungen der finanziellen Rahmenbedingungen zu vermeiden. 

 

Quelle: BondWorld.ch