LGT Navigator 12. Juli 2017 : Anleihen – Banco Popular Investoren suchen Antworten

Eine von Anwälten vertretene Gruppe von Banco-Popular-Investoren, die nachrangige Anleihen halten, deren Wert de facto ausgelöscht wurde, übergaben dem EU-Parlament einen Brief mit mehreren Fragen zur jüngst beschlossenen Restrukturierung………….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


LGT Navigator


Quinn Emanuel Uruhart & Sullivan LLP vertreten fast USD 1 Mrd. an nachrangigen Schuldpapieren, unter den Vertretenen befinden sich gemäss Bloomberg News auch Pacific Investment Management Co., Anchorage Capital Group, Algebris Investments und Ronit Capital. Die Gläubigergruppe möchte hier das Verfahren der durch die Restrukturierung erzwungenen Abschreibung von Additional Tier 1 und Lower Tier 2 Anleihen hinterfragen. Der Brief war an Roberto Gualtieri, Leiter des European Parliament’s Economic and Monetary Affairs Committee, gerichtet und erreichte ihn vor dem offiziellen Hearing mit Elke Koenig, welche das für die Restrukturierung zuständige Single Resolution Board leitet.

Zentralbanken im Mittelpunkt

Mit Spannung erwarten heute die Finanzmärkte die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des US-Kongresses. Sie erhoffen sich Hinweise auf die Gangart der Fed in Bezug auf weitere Zinserhöhungen. Zuvor hatte ihr Kollege John Williams, Vorsitzender der Fed von San Francisco, seine Ansicht geäussert, dass die derzeitige schwache Inflation nur vorübergehend sei und trotz der hartnäckig niedrigen Inflation mit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr gerechnet werden könne. Ebenso mit Spannung wird heute auch der Entscheid der kanadischen Zentralbank erwartet. Sollte die Bank of Canada die Zinswende einleiten, wäre sie die erste führende Zentralbank, die nach der Fed ihre Geldpolitik strafft. Unklarheit über die weitere Ausrichtung der Bank of England drückte unterdessen das britische Pfund, nachdem BoE-Vizechef Ben Broadbent vor den Nachteilen eines geringeren Handels mit der EU warnte. 

 

Quelle: BondWorld.ch