LGT Navigator 12. Mai 2017 : Anleihen – Bank of England enttäuscht Pfund-Spekulanten

Bullische Wetten auf das britische Pfund wurden gestern durch den gedämpften Ton im Rahmen der Zinsentscheidung der Bank of England enttäuscht…………..


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So votierten sieben der acht wahlberechtigen Ratsmitglieder dafür, den Leitzins unverändert bei 0.25% zu belassen, wohingegen ihre Kollegin Kristin Forbes – wie bereits bei der letzten Sitzung im März – für eine Zinserhöhung stimmte. Die Investoren hatten offensichtlich eine optimistischere Botschaft und ein oder zwei weitere Stimmen für eine Zinserhöhung erwartet. Zudem nahmen die Marktteilnehmer die Aussage von Notenbankchef Carney mit einer gewissen Ernüchterung auf, dass die Inflationsprojektionen der BoE auf dem Szenario einer glatten Brexit-Implementation basierten und man somit dem Risiko eines Ausscheidens ohne umfangreiche Aussenhandelsverträge mit den EU-Partnern keinerlei Chance einräume. Das GBP fiel im Nachgang der BoE-Pressekonferenz um bis zu -0.7% gegenüber dem USD und erholte sich danach nur leicht.

Börsen im Konsolidierungsmodus

Trotz einiger positiver Unternehmensergebnisse, eines sich verbessernden Konjunkturausblicks und vielfach beständig expansiv ausgerichteter Notenbanken blieben die meisten Aktienindizes nach der Rekordjagd der vergangenen Wochen zumeist auf Konsolidierungskurs. Ein kräftiger als antizipierter Anstieg der US-Erzeugerpreise sorgte angesichts der Erwartung höherer Inflation für Druck bei den Staatsanleihen. Heute stehen die neusten Daten zur Verbraucherpreisinflation in den USA an. Die Bank of England macht eine Abkehr von ihrer expansiven Geldpolitik von einem reibungslosen Ablauf des Brexits abhängig (mehr im Anleihen-Kommentar). Die Schweizerische Nationalbank bekräftigte, dass der Negativzins und die Bereitschaft am Devisenmarkt zu intervenieren nach wie vor «essenziell» bleibe. Die EUKommission geht 2017 und 2018 von einem stärkeren Wachstum in der Eurozone aus und erhöhte ihre Wachstumsprognosen leicht.  

 

Quelle: BondWorld.ch