LGT Navigator 13. Februar 2018 : Anleihen – Schwellenländeranleihen spüren steigende Zinsen

Emittenten von Anleihen mit einer längeren Laufzeit oder geringerer Kreditqualität in aufstrebenden Märkten sehen sich erhöhtem Gegenwind ausgesetzt und weisen mittlerweile Renditen von über 7% p.a. aus……


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Der Nominalbetrag von Anleihen welche mehr als 7% p.a. rentieren hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt. Gesamthaft beläuft sich der Nominalwert auf USD 141 Mrd., wobei Staatsanleihen geringerer Qualität 60% ausmachen. Unter anderem sind dies Staatsanleihen in US-Dollar aus Argentinien und Ecuador, welche einen Nennwert von USD 32.1 Mrd., bzw. USD 13.9 Mrd. ausweisen. Die beiden anderen Segmente, die höhere Renditen als vergleichbare Unternehmensanleihen aufstrebender Märkte erzielen, sind brasilianische Protein-Produzenten und chinesische Immobilienentwickler. Der jüngste Anstieg der US-Treasury-Renditen wirkte sich vor allem auf Kredite von Emittenten geringerer Qualität oder Anleihen länger Laufzeiten wie beispielsweise von JBS und Mafrig aus.

Fortgesetzte Erholung

Nach den heftigen Kursverlusten der letzten Woche hat sich zu Wochenbeginn an den meisten Aktienmärkten die bereits am letzten Freitag in New York begonnene Erholung fortgesetzt, und die Marktstimmung scheint wieder etwas optimistischer. An der Wall Street waren besonders der Material- und der IT-Sektor gefragt. Für Zuversicht sorgt unter anderem auch die Erwartung neuer Impulse durch das von der Regierung Trump geplante USD 1.5 Billionen schwere Infrastrukturprogram in den USA. In Asien tendierte der Dollar-Index schwächer, während die Rendite zehnjähriger USStaatsanleihen nach einem Vierjahreshoch am Montag leicht nachgab. Mit Spannung werden auch die morgen Mittwoch zur Publikation stehenden Inflationsdaten aus den USA erwartet. Sollten sich die jüngst gestiegenen Inflationserwartungen in den Verbraucherpreisdaten manifestieren, könnte sich die Zinsangst der Börsianer durchaus schnell wieder verstärken. 

Quelle: BondWorld.ch