LGT Navigator 14. Februar 2018 : Anleihen – Das Imperium der chinesischen HNA schwankt

Die chinesische HNA Group, die laut Bloomberg fast USD 36 Mrd. an Schulden angesammelt hat, strebt nur wenige Monate nach der jüngsten Akquisition einen Verkauf von Unternehmensteilen an……


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HNA ist in erster Linie als Mischkonzern bekannt, der einen unersättlichen Appetit auf globale Trophäenwerte hat, wie beispielsweise Aktien der Deutschen Bank oder Prime-Immobilien in Manhattan. Jetzt scheint HNA aber eine komplette Kehrtwende vollzogen zu haben. Der Mischkonzern versucht mehr als USD 6 Mrd. an Immobilienvermögen zu verkaufen, da der Druck zur Schuldenrückzahlung zunimmt. Befürchtungen, dass die Verkäufe von Vermögenswerten nicht ausreichen könnten, um die Kreditaufnahme zu verlängern, führen dazu, dass im lokalen chinesischen Wertpapierhandel HNA-Anleihen auf Junk-Bonds-Niveau handeln – trotz der von lokalen Kredit-Agenturen unterstellten erstklassigen Bonität.

US-Inflationsdaten im Mittelpunkt

Die Stimmung an den Börsen bleibt fragil und die Angst vor schneller steigenden Zinsen scheint das Geschehen an den Börsen auch in den kommenden Tagen zu prägen. Vor diesem Hintergrund werden heute Nachmittag neuste Daten zur Inflation in den USA erwartet. Analysten zufolge dürfte sich die Teuerungsrate der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn leicht von 2.1% im Vormonat auf +1.9% verringert haben und auch die Kerninflationsrate, ohne Berücksichtigung der Energiekomponente, sollte laut Konsens von 1.8% auf 1.7% zurückgegangen sein. Sollte die Inflationsrate höher als antizipiert ausfallen, würde dies die Zinsängste erneut verstärken und Aktien unter Druck setzen. Japans Wirtschaft ist im Schlussquartal 2017 mit +0.1% (Konsens +0.2%, Q3 +0.6%) schwächer gewachsen als erwartet. Während die Tokioter Börse schwächelte, kletterte der Yen gegenüber dem US-Dollar auf ein 15-Monatshoch. 

Quelle: BondWorld.ch