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LGT Navigator 14. Oktober 2016 : Anleihen – Der Brexit kommt im britischen Einzelhandel an

Die gestrige Meldung, dass Unilever-Produkte wie Eiskrem von Ben & Jerry oder Marmite-Brotaufstriche wegen erfolglosen……..


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Preisverhandlungen aufgrund des schwachen GBP aus dem Online-Angebot des britischen Einzelhändlers Tesco verschwunden sind zeigt, dass englische Konsumenten die ersten Folgen des Brexit zu spüren bekommen. Im Vorfeld des Brexit-Votums hatten sich zwar 80% der grössten 1‘000 Unternehmen und 22% der kleineren und mittleren Firmen in England gegen Währungsrisiken des GBP abgesichert. Da diese Absicherungen aber bald auslaufen, stehen die Unternehmen vor der Wahl, die höheren Importpreise entweder an ihre Kunden weiterzureichen oder ihre Profitmarge zu reduzieren. Nach Angaben des BoE-Mitglieds Michael Saunders bewirkt ein Kursrückgang des GBP um 20% eine Erhöhung der Importpreise um 12% und kann die Konsumentenpreise im Lauf von drei Jahren um ca. 4 Prozentpunkte erhöhen.

Zinsspekulationen trüben Anlegerstimmung

Neben enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China trübten gestern vor allem Spekulationen um eine baldige Zinserhöhung in den USA die Anlegerstimmung. Zudem belasten weiterhin auch die Ungewissheiten über den Ausgang der US-Wahlen. Ein unerwartet starker Rückgang der chinesischen Exporte im letzten Monat, welche globale Konjunktursorgen wieder aufleben liessen, hatte die Investoren aufgeschreckt. Frische Daten vom USArbeitsmarkt – die wöchentlich registrierten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verharrten auf einem 43-Jahrestief – nährten die Annahme, dass die USNotenbank (Fed) die Leitzinsen bald anheben wird. Vor dem Wochenende wird mit Spannung eine Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen in Boston erwartet. Unterdessen überraschten neuste Daten zur Preisentwicklung in China positiv. So stieg die Inflationsrate von +1.3% auf +1.9% und die Produzentenpreise waren erstmals seit 2012 nicht mehr rückläufig.

 

Quelle: BondWorld.ch