LGT Navigator 15. Dezember 2017 : Währungen – Norwegische Krone profitiert von Zinsaussichten

Investoren mit Vermögenswerten in norwegischen Kronen (NOK) konnten gestern aufatmen, als die Kommunikation der norwegischen Zentralbank zum jüngsten Zinsentscheid überraschend optimistisch ausfiel………


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Die Norges Bank zog ihren Zinsausblick etwas vor und erwartet nun einen ersten Zinsschritt «Ende 2018» statt «im Lauf von 2019», wie es der Zentralbankvorsitzende Øystein Olsen noch vor wenigen Monaten kommuniziert hatte. Die Krone stieg gegenüber dem Euro um +1.9%, bevor sie im späteren Handel wieder etwas nachgab. Die deutliche Erholung erstaunt wenig, da die norwegische Valuta eine der günstigsten G10-Währungen ist, und die Kursverluste mit über -8% gegen EUR seit Jahresanfang überzogen schienen. Euphorie ist aktuell dennoch fehl am Platz, da Norwegen mit immer noch schwacher Inflation, mangelnder Kapazitätsauslastung, verhaltener Konsumstimmung sowie einer platzenden Immobilienblase zu kämpfen hat.

Stimmung in Japans Industrie auf 10-Jahreshoch

Das Vertrauen der Manager japanischer Industriekonzerne hat sich gemäss dem Tankan-Bericht der Bank von Japan im fünften Quartal in Folge verbessert und ist derzeit so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Unternehmen profitierten insbesondere von einem schwachen Yen und einer steigenden globalen Nachfrage. Die EZB hielt nach der Zinsanhebung der Fed ihre Leitzinsen unverändert auf Rekordtief, zeigte sich jedoch im Wirtschafts- und Inflationsausblick deutlich zuversichtlicher. Die Schweizerische Nationalbank bekräftigte ebenfalls ihre lockere Geldpolitik und beliess ihren Leitzins unangetastet. Die SNB ist aber hinsichtlich der Inflationsentwicklung dank eines schwächeren Frankens optimistischer. Auch die Bank of England behielt eine ruhige Hand, nachdem sie bereits Anfang November die Zinswende eingeläutet hatte. Norwegens Zentralbank stellte unterdessen eine frühere geldpolitische Straffung als bisher erwartet in Aussicht. 

 

Quelle: BondWorld.ch