LGT Navigator 15. Februar 2017 : Anleihen – Fed will nicht zu lange mit Zinserhöhungen warten

Der halbjährliche Bericht der US-Notenbankchefin Yellen zur Geldpolitik vor dem Bankausschuss des Senats wurde von Investoren sowohl am Devisen- als auch am Anleihenmarkt mit Spannung erwartet……….


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Denn dieser gibt einen Einblick in die Einschätzung der Fed zur wirtschaftlichen Entwicklung in den USA sowie der wahrscheinlichen Entwicklung der US-Geldpolitik. Obwohl Yellen bezüglich des Timings der nächsten Zinserhöhung keine explizite Aussage traf, war ihr Ausblick doch recht optimistisch. Sie verwies darauf, dass die Fed die Entwicklung von Inflation und Beschäftigung relativ zu ihren Erwartungen überprüft, und bei Erfüllung weitere Zinsschritte angebracht seien. Zudem sei ein zu langes Zögern unklug, da später schnelle Zinsschritte mit negativen Auswirkungen auf die Finanzmärkte und das USWirtschaftswachstum nötig wären. Aktuell schätzen die Investoren die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt beim nächsten Fed-Meeting im März auf etwa 30%.

Yellen hält Türe für Zinsschritt im März offen

US-Notenbankchefin Janet Yellen betonte, dass eine weitere Straffung der Zinsen angebracht sei, sollte sich die Wirtschaft im erwarteten Rahmen – einer graduell steigenden Inflation und Verbesserungen am Arbeitsmarkt – entwickeln (weitere Informationen zu Yellens Rede finden Sie folgend unter Anleihen). Während der US-Dollar zulegen konnte, fiel die Reaktion an den Aktienmärkten verhalten positiv aus. In Europa haben die beiden grössten Volkswirtschaften der Eurozone im Schlussquartal 2016 wieder etwas an Schwung gewonnen. So legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Q4 dank einem starken Privatkonsum um +0.4% gegenüber dem dritten Quartal (+0.1%) zu. Obwohl Deutschlands Exportwirtschaft 2016 das dritte Rekordjahr in Folge verbuchte, bremste der Aussenhandel das Wachstum. Frankreichs Wirtschaftswachstum gewann vor dem Wahljahr an Tempo und legte im Q4 ebenfalls um +0.4% zu.

 

Quelle: BondWorld.ch