LGT Navigator 15. Juni 2017 : Anleihen – Spanne der US- und EU-Notenbankzinsen ausgeweitet

Auch wenn die letzten Inflationsschätzungen und Arbeitsmarktzahlen aus den Vereinigten Staaten eher enttäuschten,……


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erhöhte die Fed die Zinsen weiter und fährt damit den Ende vergangenen Jahres begonnenen Zinserhöhungszyklus fort. Jedoch hat sich das Momentum des Zyklus in den letzten Wochen abgeflacht und die Terminmärkte preisen aktuell für den Rest des Jahres keine weiteren Zinserhöhungen der Fed ein. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung in 2018 steht derzeit bei 82.3%. Eine weitere Straffung würde die Spanne zwischen den US- und europäischen Zentralbankzinsen auf mindestens 1.8% ausweiten und damit die breiteste Spanne seit Ende 2008 erreichen.

Fed setzt moderate Zinserhöhungen fort

Die US-Notenbank (Fed) erhöhte – wie an den Finanzmärkten breit erwartet worden war – ihren Schlüsselzins um weitere 25 Basispunkte auf 1.00 bis 1.25%. Die Fed begründete ihren dritten Zinsschritt seit der geldpolitischen Wende im Dezember vergangenen Jahres mit einem verbesserten Konjunkturausblick, was auf mindestens eine weitere Zinserhöhung im Laufe diesen Jahres schliessen lassen dürfte. Noch vor dem Zinsentscheid wurde berichtet, dass die Inflationsrate der US-Verbraucherpreise auf Jahresbasis von +2.2% im April auf +1.9% im Mai zurückgegangen ist, und die Detailhandelsumsätze den stärksten Rückgang seit fast anderthalb Jahren verbuchten. In Deutschland fiel die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im Mai von 2.0% auf +1.4%, den niedrigsten Stand seit November 2016. Eine geringere Inflation in Europas grösster Volkswirtschaft dürfte Druck von der EZB nehmen, ihre extrem lockere Geldpolitik bald zu beenden.

 

Quelle: BondWorld.ch