LGT Navigator 15. März 2017 : Anleihen –May auf Kurs zum Start der Brexit-Verhandlungen

Grossbritannien machte einen wichtigen Schritt in Richtung Auslösung des Artikels 50 des Vertrags von Lissabon zur Einleitung von EU-Austrittsverhandlungen………


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In Solidarität mit Premierministerin May lehnte das Unterhaus die Änderungswünsche des Oberhauses zum Entwurf des Brexit-Gesetzes mehrheitlich ab – was das Oberhaus akzeptierte. Dies relativiert Bedenken, der Gesetzesentwurf zum Brexit könne in einem langen Hin-und-Her zwischen den beiden Häusern steckenbleiben und den Austritt verzögern. Die erste Forderung des Oberhauses betraf eine Garantie der Rechte von EUBürgern, und wurde mit 335 zu 287 Stimmen abgelehnt. Der zweite Änderungswunsch sah ein Vetorecht des Parlaments vor, was mit 331 zu 286 ebenfalls scheiterte. Der Ausblick, dass das Parlament keinen mildernden Einfluss auf den harten Verhandlungskurs der Regierung haben wird, schickte englische Vermögenswerte auf Talfahrt: Das Pfund verlor bis zu 0.75% gegenüber dem US-Dollar.

Washington und Den Haag im Blickpunkt

Vor dem heute abend erwarteten Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) und den heute morgen begonnenen und eventuell für Europa richtungsweisenden Wahlen in den Niederlanden, zeigten sich Anleger zurückhaltend. Interessant wird sein, wie sich Fed-Chefin Janet Yellen in Bezug auf weitere Zinserhöhungen positionieren wird. Inzwischen stiegen die Erzeugerpreise in den USA etwas kräftiger als vermutet an. Im Jahresvergleich betrug die Teuerungsrate hierbei +2.2% im Februar, verglichen mit +1.6% im Monat zuvor. In Deutschland kletterte die Inflationsrate der Verbraucherpreise im Februar auf 2.2% und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte 2012. Grösster Preistreiber war erneut Energie, die sich um rund +7% verteuerte. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Jahresteuerung bei 1.7%. Gleichzeitig verbesserte sich die Einschätzung der vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW befragten Finanzmarktprofis.

 

Quelle: BondWorld.ch