GIORNALE

LGT Navigator 17. November 2016 : Anleihen – «Trumponomics» erhöhen Zinserhöhungsrisiken

Anfang November haben Analysten noch davor gewarnt, dass, falls Trump Präsident werden sollte, die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen für den Dezember massiv zurückgehen wird……….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


LGT Navigator


Die aktuelle Situation offenbart sich als gegensätzlich, die Wahrscheinlichkeiten für Zinserhöhungen tendieren gegen 100%. Die Händler rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch vor Ende des Jahres von rund 94% – das höchste Niveau in diesem Jahr. Anfang November lag die Wahrscheinlichkeit noch bei 68%, bevor sie nach der Wahl zu steigen begann. Trumps Ausgabenplan und die Kontrolle der Republikaner über den Kongress haben im Markt zu veränderten Wahrnehmungen bezüglich Ausblick der Inflationserwartung und der Zinserhöhungsgeschwindigkeit des Fed geführt.

Ernüchterung bei Anlegern

An den Aktienbörsen ist die erste (unerwartete) Euphorie nach dem überraschenden Ausgang der US-Wahlen verflogen und die Anleger wirken ernüchtert. Neuste US-Konjunkturzahlen fielen insgesamt enttäuschend aus. Die Industrieproduktion stagnierte im Oktober und der Vormonatswert wurde auf -0.2% von ursprünglich +0.1% revidiert. Gleichzeitig wiesen die Erzeugerpreise auf einen schwächer als erwarteten Teuerungsdruck hin. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Preise bei den Herstellern um +0.8% (Konsens +1.2%). Die Erzeugerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation. Heute erwarten wir die erste Rede seit den Wahlen von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Unterdessen haben verschiedene US-Notenbankvertreter mit ihren Aussagen die Annahme bekräftigt, dass angesichts solider Konjunkturdaten eine Zinserhöhung der Fed im Dezember gerechtfertigt wäre.

 

Quelle: BondWorld.ch