LGT Navigator 18. Dezember 2017 : Anleihen – BoJ wird Staatspapier-Bestände langsamer aufbauen

Das Tempo, mit dem die Bank of Japan ihren massiven Anleihenbestand ausweiten wird, wird sich 2018 weiter verlangsamen, so die Mehrheit der von Bloomberg befragten Ökonomen……


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Die Zentralbank wird ihre Bestände an japanischen Staatsanleihen im nächsten Jahr um etwa JPY 44 Billionen (USD 392 Mrd.) erhöhen, so die durchschnittliche Schätzung in der Umfrage. Dies liegt deutlich unter der jährlichen Leitlinie von JPY 80 Billionen der BoJ und ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Anstieg von JPY 61 Billionen in den letzten 12 Monaten bis Ende November. Unter BoJGouverneur Haruhiko Kuroda dominiert die Zentralbank den Markt für japanische Staatsanleihen, besitzt mehr als 40% der ausstehenden Schulden und drückt sowohl die Volatilität als auch die Renditen. Jedoch prognostizierte keiner der 44 von Bloomberg befragten Ökonomen bei der nächsten BoJ-Vorstandssitzung am 20. und 21. Dezember irgendwelche geldpolitischen Veränderungen.

Doch noch einen Anlauf zur Jahresendrally?

Die Aktienmärkte in Asien starteten die letzte Woche vor Weihnachten mit einem positiven Grundtenor. Nach der von den Notenbanken dominierten letzten Woche rückt nun wieder die US-Steuerreform in den Fokus der Anleger. Den Republikanern scheint es gelungen zu sein, die eigenen Reihen zu schliessen, und es wird Mitte der Woche mit einer Abstimmung im Senat und Repräsentantenhaus gerechnet. Aus Konjunktursicht scheint sich die Stimmung in der US-Industrie Ende des Jahres etwas eingetrübt zu haben. Darauf deutete der am Freitag publizierte Empire State-Index der New Yorker Fed hin, der auf den tiefsten Stand seit Juli zurückfiel, jedoch mit über null Zählern nach wie vor einen Wachstumstrend signalisiert. Auch auf nationaler Ebene hat sich die US-Industrieproduktion im November kräftiger als vermutet abgeschwächt. Japans Exporte legten im November stärker als vermutet um +16.2% (Konsens +14.7%) zum Vorjahr zu. 

 

Quelle: BondWorld.ch