LGT Navigator 18. Januar 2018 : Anleihen – US-Firmen bringen ihre Offshore-Vermögen nach Hause

Aufgrund der Steuerreform könnten US-Unternehmen vermehrt ihr im Ausland geparktes Geld nach Hause bringen…….


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Für Jahre haben Apple, Microsoft und andere globale US-Konzerne Milliarden Dollar Offshore gebunkert, um ihre Steuerlast zu verringern. Die Neufassung des US-Steuercodes könnte dies nun grundlegend ändern und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte könnten signifikant sein. Das «On-Shoring» könnte multinationale USKonzerne – die einen Grossteil ihrer Gewinne aus Übersee in Treasuries und US-Investment-Grade-Unternehmensschulden geparkt haben – veranlassen, Anleihen abzustossen und mit den frei werdenden Mitteln ihre Aktienkurse zu erhöhen, möglicherweise durch Rückkäufe und Dividenden. Es ist schwer zu prognostizieren, wieviel Geld die Unternehmen zurückführen könnten, aber das Volumen der Offshore-Vermögen ist mit geschätzten USD 3.1 Billionen gigantisch.

Anhaltende Rekordjagd

An der Wall Street und in Tokio ging die Rekordjagd weiter, während Europas Börsenindizes teilweise durch die Stärke des Euros ausgebremst wurden. Der japanische Leitindex Nikkei erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit November 1991. Derweil bleiben die Aussichten für die USWirtschaft gemäss dem Beige Book der US-Notenbank weiterhin intakt. Kanadas Zentralbank erhöhte ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1.25% – die dritte Anhebung innerhalb von sieben Monaten. In der Eurozone schwächte sich der Inflationsdruck Ende des letzten Jahres trotz der Geldspritzen der EZB ab. Die Verbraucherpreise stiegen demnach im Dezember auf Jahressicht um +1.4%, verglichen mit einer Teuerungsrate von +1.5% im November. Obwohl die EZB nach wie vor ihr Inflationsziel nicht erreicht, mehren sich die Stimmen an der Notenbankspitze, das AnleihenKaufprogramm der EZB im laufenden Jahr zu beenden. 

 

Quelle: BondWorld.ch