LGT Navigator 18. Mai 2017 : Anleihen – Turbulenzen in Washington belasten auch Anleihen

Die US-Staatsanleihen stiegen den zweiten Tag in Folge und zogen europäische Anleihen mit nach oben………..


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Dies vor dem Hintergrund der aufgrund der Unsicherheiten in Bezug auf die US-Politik und das nachlassende Momentum der US-Wirtschaft gestiegenen Risikoaversion. Die zehnjährigen USReferenzrenditen fielen dabei auf das tiefste Niveau seit zwei Wochen, nachdem Medien berichteten, dass US-Präsident Trump den ehemaligen FBI-Direktor gebeten haben soll, eine Untersuchung gegen den entlassenen Sicherheitsberater Flynn fallen zu lassen und zudem Russland mutmasslich geheime Informationen zukommen liess. In der Folge fielen auch die Renditen zehnjähriger Bund- und Gilt-Anleihen. Gleichzeitig sank der BloombergIndex, welcher Abweichungen von makroökonomischen Daten aus den USA zu deren Voraussage aufzeigt, auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Dies nachdem sich die Kerninflation in den USA im vergangenen Monat abgeschwächt hatte.

Politische Volatilität sorgt für Unsicherheiten

An den Finanzmärkten bleibt die Verunsicherung in Bezug auf die Zielerreichungsfähigkeit der US-Administration (Konjunkturstimulierung, Steuerreform etc.) angesichts anhaltender politischer Grabenkämpfe in Washington gross. Inzwischen muss die EZB zur Kenntnis nehmen, dass sich die Jahresinflationsrate in der Eurozone im April von +1.5% auf +1.9% erhöht hat, womit sich die Teuerung dem von der Notenbank angestrebten Ziel von knapp 2% annähert. Der erhöhte Inflationsdruck dürfte die EZB verstärkt unter Druck bringen, eine Normalisierung ihrer Geldpolitik in Angriff zu nehmen. EZB-Chef Draghi hatte jedoch mehrfach betont, dass trotz verbesserter Konjunkturperspektiven und abnehmender politischer Risiken nach wie vor «substanzielle» Konjunkturimpulse nötig seien. An den Finanzmärkten wird derzeit erwartet, dass die EZB Anfang 2018 eine graduelle Reduktion der Wertpapierkäufe («Tapering») einleiten wird

Quelle: BondWorld.ch