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LGT Navigator 18. November 2016 : Anleihen – Aussie Dollar fällt mit schwächelnden Rohstoffmärkten

Der Australische Dollar hat seit der US-Wahl deutlich abgegeben und handelt etwa 4% unter den Niveaus von Anfang November………..


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Die Ursache dafür liegt zum einen in der starken Performance des US-Dollar aufgrund steigender US-Zinsen und Inflationserwartungen, zum anderen aber auch in durchwachsenen australischen Wirtschaftsdaten und schwächelnden Rohstoffmärkten. So hat z.B. der Goldpreis seit der Wahl etwa 8% verloren, und auch die für Australien wichtigen Eisenerzpreise haben ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Auch die gemischten Arbeitsmarktdaten gestern konnten den AUD nicht stützen: Obwohl die Beschäftigung insgesamt leicht anzog, wuchsen die Löhne zuletzt kaum, sodass die Inflation vorerst schwach bleiben und die Australische Zentralbank ihren expansiven Kurs zunächst fortsetzen sollte. Der AUD fiel inzwischen sogar unter die 200-Tages-Linie und erwischt Anleger, die den «bullischen» Ausbruch über 0.77 Anfang November zum Kauf nutzten, auf dem falschen Fuss.

Yellen stützt Ausblick für Fed-Zinsschritt

US-Notenbankchefin Janet Yellen bekräftigte die in der Zwischenzeit an den Finanzmärkten weitverbreitete Annahme, dass die Fed am 14. Dezember die Leitzinsen weiter anheben wird. Der zweite Zinsschritt seit dem Ende der Finanzkrise könne «relativ bald» erfolgen, meinte Yellen gestern anlässlich ihrer Rede vor dem US-Kongressausschuss. Insbesondere die gestiegenen Inflationserwartungen dürften die Fed in ihrem Vorhaben bestärken. Neuste Daten zeigten, dass die Verbraucherpreisdaten in den USA im Oktober im Monatsvergleich so stark gestiegen sind wie seit rund zwei Jahren nicht mehr, und die Inflationsrate von +1.5% auf +1.6% gestiegen ist. Damit nähert sich die Jahresteuerungsrate der von der Fed angepeilten Marke von 2.0%. In der Eurozone erreichte die Inflationsrate im Oktober den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Inzwischen versucht die EZB, Erwartungen einer weiteren Ausweitung ihrer Geldpolitik zu dämpfen.

 

Quelle: BondWorld.ch