LGT Navigator 19. Juli 2017 : Anleihen – Nachfrage nach US-Anleihen dürfte schwächer warden

Nachdem ausländische Investoren seit 2013 fast USD 800 Mrd. an USUnternehmensanleihen gekauft haben, verdichten sich Anzeichen, dass sich die enorme Nachfrage abschwächt…………


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Im ersten Quartal dieses Jahres wurden «lediglich» Papiere im Wert von USD 139 Mrd. von Ausländern gekauft, was das schwächste Quartal seit 2014 ist. Handelsdaten der Bank of America deuten darauf hin, dass auch das zweite Quartal diesbezüglich schwach ausfallen könnte. Europäische und asiatische Anleger kauften USUnternehmensanleihen auf der Suche nach Rendite, da die eigenen Notenbanken die geldpolitischen Massnahmen intensivierten und somit das lokale Zinsniveau extrem tief halten. Mit aufkommenden Erwartungen einer Reduktion der geldpolitischen Stimuli, vor allem seitens der EZB, stiegen die Renditen jüngst etwas an und machen die amerikanischen Alternativen somit etwas weniger attraktiv

Fehlende positive Impulse

Jüngst enttäuschende US-Konjunkturdaten und nicht voll überzeugende Bilanzausweise amerikanischer Banken setzen die Aktienkurse und den USDollar unter Druck. In Europa sorgten wiederum ein stärkerer Euro und eine leichte Stimmungseintrübung der vom Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW befragten deutschen Finanzexperten für Zurückhaltung der Anleger. Der Erwartungsindikator des ZEW fiel um -1.1 auf +17.5 Punkte, nachdem das Vertrauensbarometer im Mai noch auf dem höchsten Stand seit August 2015 notiert hatte. In Grossbritannien hat sich unterdessen die Inflationsrate im Juni auf +2.6% abgeschwächt. Während die Abwertung des Pfunds bisher für einen höheren Preisauftrieb sorgte, hängt der Rückgang der Teuerung nun hauptsächlich mit den gefallenen Ölpreisen zusammen. Die Bank of England dürfte sich aber dennoch – wie auch die EZB – bereits Gedanken über eine baldige Zinswende machen. 

 

Quelle: BondWorld.ch