LGT Navigator 2. Februar 2017 : Währungen – US-Regierung sieht Euro «grob unterbewertet»

Die jüngsten Kommentare von Trumps Handelsberater Peter Navarro zum Thema Wechselkurse und Welthandel hinterliessen deutliche Spuren am Devisenmarkt……….


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Nach seinen Aussagen nutzt Deutschland den «grob unterbewerteten» Euro gezielt aus, um seine Handelspartner in Europa und den USA «auszubeuten». Die Kommentare überraschten, da sich die bisherige Rhetorik der neuen US-Regierung zum Thema Aussenhandel auf Mexiko und China fokussierte, Länder die grosse Mengen an Massenprodukten nach Amerika exportieren. Dadurch bestätigt sich einmal mehr der Eindruck, dass die Administration Trump eine starke Antipathie gegen multilaterale Handelsabkommen und Institutionen hegt, und die Handelspartner der USA für den Verlust von US-Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe im Verlauf der letzten Jahrzehnte verantwortlich macht. Die aggressiven Aussagen befeuerten Befürchtungen vor mehr Protektionismus und lösten einen Kurssprung des EUR/USD auf 1.08 aus.

Fed wartet vorerst Trump-Effekte ab

Die US-Zentralbank (Fed) beliess wie erwartet ihre Zinspolitik unverändert und verwies auf die derzeit noch schwer abschätzbaren Auswirkungen der Handels- und Wirtschaftspolitik der neuen US-Administration. Weitere Zinserhöhungen dürften angesichts der von Trump in Aussicht gestellten fiskalapolitischen Stimulierung und Steuersenkungen aber in der Pipeline bleiben. Auch solide ausgefallene Wirtschaftsdaten scheinen dieses Szenario zu bestätigen. Ein positives Zeichen setzte der Bericht von ADP, wonach die US-Privatwirtschaft zu Jahresbeginn 246‘000 neue Jobs besetzte, der stärkste Anstieg seit Mitte 2016. Anleger warten nun auf die morgen anstehende offizielle Arbeitsmarktstatistik. Gleichzeitig signalisierte der ISMEinkaufsmanagerindex (PMI) für die US-Industrie mit einem Anstieg im Januar ein stärkeres Wachstumstempo der Gesamtwirtschaft. Auch in der Eurozone verspürte die Industrie zum Jahresauftakt kräftigen Rückenwind.

 

Quelle: BondWorld.ch