LGT Navigator 22. Februar 2017 : Anleihen – Zweifel bezüglich Reflationswetten

Soll die Geschichte als Hinweis dienen, dann sollten Anleihenanleger skeptisch sein in Bezug auf Spekulationen, dass es der Trump-Administration gelingen wird, die US-Volkswirtschaft anzukurbeln und die Zinsen bis Ende Jahr nach oben zu drücken………..


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Die Zeichen einer ansteigenden Inflation hat die Erwartungen von weiteren Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank angekurbelt und die Renditen gewisser Laufzeiten auf die höchsten Werte im laufenden Jahr gedrückt. Marktteilnehmer hegen jedoch immer noch Zweifel bezüglich der Beständigkeit des sogenannten «Reflation-Trades», da sich seit Jahrzehnten rein saisonale Effekte bestätigen: Während der Jahresstart für Anleihen vielfach schmerzhaft ist, folgt auf die Periode oft ein Rückgang der Renditen in den Folgemonaten.

Aufschluss zu möglichem März-Zinsschritt?

Mit Spannung wird an den Finanzmärkten das Protokoll (Minutes) der letzten Sitzung des geldpolitischen Rats (FOMC) der US-Notenbank (Fed) erwartet. Dies vor allem, da jüngste Aussagen hochrangiger Notenbankvertreter darauf hindeuten, dass die Fed bereits am 15. März einen nächsten Zinsschritt wagen könnte. Unterdessen signalisierte der Einkaufsmanagerindex für die US-Gesamtwirtschaft jedoch eine unerwartete Eintrübung. In der Eurozone hat sich die Stimmung in der Privatwirtschaft im Februar überraschend deutlich verbessert. So kletterte das Barometer von IHS Markit um 1.6 auf 56.0 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2011. Analysten hatten mit 54.3 gerechnet. Die Wachstumsdynamik könnte in den kommenden Monaten sogar weiter steigen, weil der Auftragseingang boomt und die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist immer optimistischer gesehen werden, kommentierte IHS Markit.

 

Quelle: BondWorld.ch