LGT Navigator 23. August 2017 : Anleihen – Mexikanische Benchmark-Zinskurve bleibt invers

In der Regel sind inverse Zinskurven ein Zeichen für eine mögliche bevorstehende wirtschaftliche Schwäche………….


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In Mexiko gab es gute Gründe dafür, dass die Zinsstrukturkurve – wie sie heute ist – nach der Wahl von USPräsident Trump invers wird. Seine Ankündigung, eine Mauer an der Grenze zu bauen und das NAFTA-Handelsabkommen aufzukündigen, kann das Wirtschaftswachstum im Nachbarland erheblich schwächen. Allerdings scheint die Vorhersagegenauigkeit einer invertierten Zinskurve in Schwellenländern relativ niedrig zu sein, wie verschiedene Studien zeigen und wie die letzten BIP-Zahlen Mexikos gezeigt haben. Dabei war die anhaltende Stärke im Dienstleistungssektor der Haupttreiber. Da die Zentralbank den Zinsanstiegszyklus voraussichtlich beendet hat und die Inflation nahe den erwarteten Höchstständen ist, dürfte das Wachstum relativ stark bleiben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen im zweiten Halbjahr.

Börsenprofis scheinen vorsichtiger zu warden

Die Einschätzung der vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW befragten Analysten und professionellen Anleger hat sich im August erneut und überraschend kräftig eingetrübt. Der Index für die Konjunkturerwartungen fiel dabei um 7.5 auf +10.0 Punkte, womit das Barometer bereits den dritten Monat in Folge zurückging. Im Mai hatte der ZEW-Indikator mit 20.6 Zählern noch den höchsten Stand seit August 2015 erreicht. Vor allem das schwächere Exportwachstum sowie die Dieselaffäre in der Automobilbranche trugen zu einer nüchternen Betrachtung der Konjunkturaussichten bei, kommentierte das ZEW. Gestern schienen die Anleger jedoch kurzzeitig geopolitische Sorgen und Unsicherheiten in Bezug auf die Politik Trumps verdrängt zu haben, woraufhin sich die Notierungen an den Aktienbörsen gestern etwas erholten. In Europa sorgte zudem der gebremste Höhenflug des Euros für leichten Rückenwind. 

 

Quelle: BondWorld.ch