GIORNALE

LGT Navigator 26. Juli 2016: Anleger bleiben zurückhaltend

Angesichts von Gewinnmitnahmen an der Wall Street, durchzogenen Konjunkturdaten aus der Eurozone und der morgen erwarteten Zinsentscheid des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank (FOMC) verbuchten die europäischen Aktienindizes einen verhaltenen Wochenstart……………


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LGT Navigator


Immerhin notierte der Dax gestern erstmals wieder auf dem Niveau vor dem BrexitReferendum. Neusten Umfragewerten des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge zeigten sich die rund 7‘000 befragten Unternehmen optimistischer als angenommen. Das Geschäftsklimabarometer trübte sich zwar im Juli um 0.4 auf 108.3 Punkte ein, damit aber weniger stark als angesichts des Brexits befürchtet (Konsens 107.5). Zuvor hatte bereits die Einkaufsmanagerumfrage von Markit eine Eintrübung der Wirtschaft in der Eurozone in Folge des Brexits in Aussicht gestellt, wobei der britische Einkaufsmanagerindex auf einen regelrechten Einbruch hinwies.

Anleihen – Notenbankdivergenz treibt US/UK-Renditedifferenz

Die Renditedifferenz zwischen US- und britischen Staatspapieren erreichte den höchsten Stand seit 2000, was in den unterschiedlichen geldpolitischen Notwendigkeiten der beiden Notenbanken begründet liegt. Kürzer laufende Anleihen reagieren am stärksten auf den erwarteten geldpolitischen Pfad, den Notenbanken einschlagen werden. Die Differenz von 58 Basispunkten bei vergleichbaren zweijährigen Staatspapieren zeigt, dass es einerseits Erwartungen an eine Leitzinsanhebung der US-Notenbank (Fed) gibt, andererseits von der Bank of England eine Leitzinssenkung erwartet wird. Zins-derivate preisen eine 85%-Wahrscheinlichkeit für letzteres ein – um nachteilige Folgen des Brexits abzufedern, während von der Fed diese Woche noch keine Aktion erwartet wird. Die Chancen auf eine Leitzinsanhebung in den USA bis Jahresende stehen den Marktpreisen zufolge bei etwa 50:50.

 

Quelle: BondWorld.ch