LGT Navigator 28. April 2017 : Anleihen – EZB-Zinsentscheidung beeindruckt Euro-Bären nicht

Gestern entschied der EZB-Rat – einmal mehr –, die Leitzinssätze unverändert zu belassen, er hält auch am laufenden QE-Programm im Umfang von monatlich EUR 60 Mrd. bis Ende 2017 fest………..


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Die EZB-Pressemitteilung überraschte zunächst negativ, da darin wichtige Kernaussagen zur möglichen Erweiterung des QE sowie zur Möglichkeit einer Zinssenkung – falls nötig – beibehalten wurden. Obwohl Notenbankchef Mario Draghi auch auf der Pressekonferenz seinem Ruf als defensiver Geldpolitiker treu blieb, musste er dennoch die bessere Wachstumsentwicklung der Eurozone eingestehen; er sprach von einer «soliden und breiten Erholung». Da der EZB-Inflationsausblick aber nach wie vor sehr vorsichtig bleibt und Draghi weiterhin von einem «gedämpftem Preisdruck ohne überzeugenden Aufwärtstrend» spricht, fiel die Einheitswährung gegenüber dem US-Dollar im Lauf des gestrigen Nachmittags um bis zu -0.5% auf Niveaus um 1.0850.

Trumps Steuerpläne liefern keinen Impuls

An den Aktienbörsen zeigten sich die Anleger von den vorgelegten Steuerpläne des US-Präsidenten Trump mehr oder weniger enttäuscht. Skepsis herrscht vor allem wegen der unklaren Gegenfinanzierung der Steuererleichterungen. Unterdessen zeigte sich EZB-Chef Mario Draghi anlässlich des gestrigen Zinsentscheids im Konjunkturausblick zwar trotz politischer Risiken leicht optimistischer, wollte jedoch nach wie vor nichts von einer Abkehr der ultra-expansiven Geldpolitik wissen. Gleichzeitig berichtete die EU-Kommission, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone im April stärker als erwartet aufgehellt hat. Das Barometer kletterte auf den höchsten Wert seit August 2007. Neuste Konjunkturdaten aus den USA zeigten eine etwas schwächer als erwartete Zunahme des Auftragseingangs in der amerikanischen Industrie im März von +0.7%. Allerdings wurde der Anstieg im Februar von +1.8% auf +2.3% nach oben revidiert.

 

Quelle: BondWorld.ch