GIORNALE

LGT Navigator 28. Juni 2016: Brexit lastet schwer

An Europas Aktienbörsen hielt der durch den Brexit ausgelöste Ausverkauf zu Wochenbeginn an……….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


LGT Navigator


Während der EuroStoxx 50 nochmals mehr als -3% verlor, standen insbesondere Finanzwerte oder auch Fluggesellschaften unter Druck standen. Auch die Talfahrt des Pfundes setzte ungehindert fort. Gegenüber dem US-Dollar sackte die britische Valuta um nochmals rund -4% ab und notierte auf dem tiefsten Stand seit September 1985. Im Gegenzug verteuerte sich Gold und auch der Schweizer Franken. Gefordert sind nun einmal mehr die Zentralbanken. Nach dem Brexit-Votum hatte die Bank of England zusätzliche Mittel zur Geldversorgung der Geschäftsbanken zur Verfügung gestellt, während die SNB am Devisenmarkt intervenierte. Die EZB steht eigenen Angaben zufolge bereit, Banken im Währungsraum im Notfall mit ausreichend Liquidität zu versorgen. In den USA dürfte die Fed angesichts der hohen Unsicherheit noch zurückhaltender agieren.  

Anleihen – US-Staatsanleihen könnten bald Geschichte schreiben

Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen zum zweiten Mal in Folge und schlossen nur 0.06% entfernt vom Allzeit-Tief von 1.379%. Ob-wohl die Anleihen bereits den besten Jahresstart seit 1995 verzeichnen konnten, scheint die Nachfrage nach sicheren Papieren ungebrochen. Der Brexit unterstützte Staatspapiere von Deutschland bis Japan und führte die Rendite von weiteren Milliarden ausstehender Staatschulden in den negativen Bereich, was die Nachfrage nach positiv rentierenden US-Papieren weiter unterstützt. Zumal 10-jährige US-Papiere nahe dem Allzeit-Tief der Renditen notieren, liefern die US-Papiere mehr Ertrag auf Endfälligkeit als 15 von 25 untersuchten entwickelten Anleihenmärkten. Dieselben Kräfte, die hinter dem Renditeverfall stehen, erschweren auch weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt nach oben bis Jahresende wird nur mehr mit 8% in Zinsderivaten eingepreist

 

Quelle: BondWorld.ch