LGT Navigator 28. Juni 2017 : Anleihen – Wirtschaftliche Schwäche in Mexiko erwartet

Nach der Wahl von US-Präsident Trump begann Mexikos Zentralbank die Währung zu stützen und die Inflation einzudämmen……….


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In ihrem Bestreben den Peso (MXN) zu stützen, hob sie den Leitzins auf 7% an. Dabei zeigt sich, dass die Zentralbank unter den restriktivsten Notenbanken in aufstrebenden Märkten anzusiedeln ist. Es scheint vorerst, dass sie mit ihrer Intervention die Währung zu stabilisieren vermochte. Dennoch bleibt die Inflationsrate mit 6% deutlich über der Zielinflationsrate. Zusätzlich bergen die hohen Refinanzierungsraten das Risiko, dass das Wirtschaftswachstum gehemmt wird. Die Anleihenmärkte weisen daher auf potenzielle kurzfristige wirtschaftliche Probleme hin. Dies ist in der Zinskurve zu beobachten, welche das erste Mal seit 2011 invers ist. Die Rendite einjähriger Staatsanleihen notiert höher als die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen und jüngste Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen deuten eine Kontraktion an, während Indikatoren für den Privatkonsum eine Verlangsamung signalisieren.

Fed-Chefin Yellen warnt vor Überbewertungen

US-Notenbankchefin Janet Yellen warnte in ihrer gestrigen Rede in London vor teilweise «stolzen Bewertungen» verschiedener Vermögenswertpreise, woraufhin Aktien und Schwellenländerwährungen nachgaben. Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für das Wirtschaftswachstum der USA für 2017 und 2018 nach unten revidiert und sich kritisch zur Konjunkturentwicklung geäussert. Die Washingtoner Behörde geht nun in den nächsten beiden Jahren von einer Expansion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils +2.1% aus, anstatt wie bisher von +2.3% und +2.5%. Verglichen mit der historischen Performance sei das Wachstum in den vergangenen Jahren zu niedrig und zu ungleich verteilt gewesen, kommentierte der IWF. Neuerliche Äusserungen von EZB-Präsident Draghi fielen mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum zuversichtlich aus und sorgten für eine Höherbewertung des Euros. 

 

Quelle: BondWorld.ch