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LGT Navigator 28. September 2016: Sorgen um Banken belasten Marktstimmung

An den Aktienmärkten herrschte gestern eine gewisse Erleichterung nach der ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf, bei der sich ersten Umfragen zufolge Hillary Clinton besser geschlagen hat als ihr Kontrahent Donald Trump………


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Positiv auch die unerwartet kräftige Aufhellung des Konsumentenvertrauens in den USA. So kletterte das Verbraucherstimmungsbarometer auf den höchsten Stand seit August 2007. Belastend wirkte sich gestern jedoch der anhaltende Druck auf die Finanzaktien und insbesondere auf die Deutsche Bank aus. Heute gerieten auch die asiatischen Börsen wieder unter Druck, ebenso der Ölpreis (WTI), der unter die Marke von USD 45 fiel. Unterdessen äusserte sich EZB-Präsident Mario Draghi positiv zur Wirtschaftslage in der Eurozone. Bislang habe sich die Konjunktur im Euroraum widerstandsfähig gegen die globale und politische Unsicherheiten gezeigt.

Anleihen – Sorgen um die Deutsche Bank entzweit Anleihenmärkte

Erneute Verunsicherung für europäische Bankaktien entzweit die regionalen Anleihenmärkte. Anleihen höher eingestufter Nationen haben auf Kosten von Anleihen höher verschuldeter Nationen dazugewonnen. Dies wurde ausgelöst durch die finanziellen Probleme der Deutschen Bank und die damit zusammenhängende gestiegene Risikoaversion. Die deutschen 10-jährigen Renditen fielen auf den tiefsten Stand seit Juli und auch in Finnland fielen die 10-jährigen Renditen erstmals unter null. Die peripheren Staaten der europäischen Union haben diese Preisentwicklung nicht mitgemacht, da politische Risiken in diesen Ländern wieder mehr in den Vordergrund gerückt sind. Diese Zweiteilung der Marktentwicklung weckt Erinnerungen an die europäische Schuldenkrise, als solche Entwicklungen öfters zu beobachten waren. Aufgrund des Anleihekaufprogramms der EZB sind solche Phänomene seltener geworden, da diese Programme die Preise gestützt und somit die politischen Risiken eingedämmt haben.

 

Quelle: BondWorld.ch