LGT Navigator 29. Juni 2017 : Anleihen – Anleihen von Energiefirmen abgekoppelt

Der jüngste Einbruch der Ölpreise hat die Verknüpfung zwischen Anleihen hochverzinslicher US-Energiefirmen und deren Konkurrenz aufgebrochen………..


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Die Rendite des «Bloomberg Barclay Index» von Anleihen hochverzinslicher Energieunternehmen ist im letzten Monat um ein Prozent hochgeschnellt, während sich die durchschnittliche Rendite des Index von hochverzinslichen Anleihen exklusive Energiefirmen kaum bewegte. Der Rückgang des Ölpreises unter USD 35 pro Barrel könnte die Renditen weiter nach oben treiben, wie Strategen der Deutschen Bank in einer Research-Publikation analysierten. Der aktuelle Preis pro Barrel der Sorte West Texas Intermediate notiert bei rund USD 44 und im Vergleich mit den zuletzt erreichten Tiefstkursen wieder leicht höher. Ende Mai hatte der WTI-Ölpreis noch über USD 50 pro Barrel gehandelt.

Draghis Worte auf der Goldwaage

Neben einem stärkeren Euro, der die Exportchancen europäischer Unternehmen schmälert, drückten an Europas Börsen zunächst die zuvor erneut unter Druck geratenen US-Technologieaktien auf die Stimmung. Dank einer freundlicheren Tendenz an der Wall Street erholten sich die Kurse vor Handelsschluss. Der Euro hatte nach den jüngsten Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi zugelegt. Nachdem sich Draghi am Dienstag hinsichtlich des Konjunkturausblicks optimistischer gezeigt hatte und damit Spekulationen über eine baldige Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik befeuerte, hiess es gestern, dass der Notenbankchef nicht richtig interpretiert worden sei. Trotzdem scheinen die Kapitalmärkte davon auszugehen, dass auch die EZB, im Gefolge der Fed, in absehbarer Zeit die Zinswende einläuten könnte. Darauf lässt zumindest der Kursverlauf des Euros schliessen, der auch nach dem quasi Dementi die Kursgewinne halten konnte. 

 

Quelle: BondWorld.ch