LGT Navigator 29. November 2017 : Anleihen – Türkische Vermögenswerte erneut unter Druck

Die türkische Lira ist die schwächste von 31 Währungen, welche von Bloomberg verfolgt werden……


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Die Lira kostete kurzzeitig 3.97 je USD. Auslöser war der Beginn eines Korruptionsprozesses in den USA. Dabei wird einem stellvertretenden CEO der Turkiye Halk Bankasi vorgeworfen, Iran bei der Umgehung von US-Sanktionen geholfen zu haben. Die Behauptungen kommen zu einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen der USA und der Türkei durch eine Reihe politischer Auseinandersetzungen belastet sind. Der aktuelle Fall wird in Verbindung mit Fragen nach der Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank von der Regierung gesehen. Die jüngsten Äusserungen von Präsident Erdogan zur Zinsentwicklung und der Konjunktureinschätzung war für viele Anleger Grund genug, um sich von der türkischen Lira und anderen Vermögenswerten zu trennen. Türkische 10-jährige Benchmark-Staatsanleihen in Lokalwährung rentierten kurzfristig über 13%, erholten sich aber etwas auf 12.2%.

Anleger setzen auf positive Faktoren

Die neuerliche Drohgebärde des nordkoreanischen Regimes hat Asiens Aktienbörsen nicht erschüttert. Die Anleger setzen weiterhin auf positive Effekte der US-Steuerreform und solide Konjunkturperspektiven. In den USA hat sich das Konsumentenvertrauen im November überraschend aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit November 2000 gestiegen. Der vom Wirtschaftsforschungsinstitut The Conference Board erhobene Indikator kletterte um 3.3 Punkte auf 129.5 Zähler. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang erwartet. Unterdessen erwarten die Finanzmärkte am 13. Dezember den nächsten Zinsschritt der US-Notenbank (Fed). Dies signalisierte auch der nominierte Fed-Chef Jerome Powell, der meinte, dass die Rahmenbedingungen für eine Leitzinsanhebung im Dezember sprechen würdenund es Zeit werde, die Leitzinsen zu normalisieren. Die OECD geht davon aus, dass die Weltwirtschaft 2018 nochmals leicht an Fahrt gewinnt. 

 

Quelle: BondWorld.ch