LGT Navigator 3. August 2017 : Anleihen – Franken-Schwächeanfall überrascht Marktteilnehmer

Der jüngste Einbruch des Frankens (CHF) gegenüber dem Euro (EUR) zieht grosses Interesse auf sich……………


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Seit dem 24. Juli hat EUR/CHF um über +4% von 1.10 auf knapp 1.15 zugelegt. Diese Bewegung hat viele Investoren überrascht, da sich dieser Wechselkurs lange seitwärts entwickelt, und seit Sommer 2015 (im Nachgang des Wegfalls der SNB-Kursuntergrenze bei 1.20) um weniger als +/-4% zwischen 1.07 und 1.11 geschwankt hatte. Die Erklärungsansätze sind divers. Einerseits könnten Investoren, die erwartet hatten, dass EUR/CHF aufgrund der lockeren EZB-Geldpolitik kaum über 1.11 steigen sollte, beim Bruch dieser Marke die Reissleine gezogen und CHF gegen EUR verkauft haben. Zum anderen wird diskutiert, ob die zuletzt aufkommenden Zweifel am Fortbestehen der extrem lockeren Geldpolitik in Japan – aufgrund fallender Zustimmungsraten für die aktuelle Regierung – und die einhergehende Aufwertung des japanischen Yens «CarryTrader» zur Umschichtung von JPY- in CHF-Short-Positionen bewogen hat.

Wall Street im Rekordfieber

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial überflog zur Wochenmitte erstmals in seiner Geschichte die Marke von 22 000 Punkten. Dies vor dem Hintergrund eines nicht gerade schmeichelhaften Leistungsausweises der Trump Administration, anhaltender politischer Querelen in Washington und einer Zügel straffenden Notenbank. Profitieren konnte das Börsenbarometer vor allem von einem kräftigen Kurssprung der Apple-Aktie. Währenddessen scheint an Europas Börsen derzeit die Sorge um einen stärkeren Euro und dessen potenziell negativen Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung der europäischen Firmen zu überwiegen. Im Blickpunkt dürfte neben dem heutigen Zinsentscheid der Bank of England der morgen anstehende offizielle US-Arbeitsmarktbericht stehen. Neuste Daten vom Arbeitsmarktdienstleister ADP zeigten, dass die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Juli mit +178 000 neugeschaffenen Stellen schwächer ausfiel als erwartet. 

 

Quelle: BondWorld.ch