LGT Navigator 31. Januar 2017 : Anleihen – Europäische Renditen steigen weiter

Die merklich anziehende Inflation in einigen deutschen Regionen sorgte für weitere Verluste bei länger laufenden Staatsanleihen. Dies führte zum schwächsten Jahresstart von Staatsanleihen in den letzten knapp zwei Jahrzehnten……….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


LGT Navigator


Regionen, die das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von «unter, aber nahe an 2%» übertroffen haben, sind Hessen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Für fast alle Euro-Mitgliedsstaaten fielen die Preise der EUR-Staatspapiere. Aggregiert wurde im Januar gemäss Daten des Bloomberg Barclays Euro Treasury Index -2.1% Verlust erzielt, womit dies der schwächste Januar seit 1998 ist. EZB-Präsident Mario Draghi sagte bereits vor einigen Tagen, dass die Notenbanker Ausschau nach Anzeichen für eine auf breiterer Front anziehende Inflation in der Eurozone halten, während die lockere Geldpolitik unangetastet bleibt.

Bank of Japan wartet ab

Die Bank von Japan hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest und belässt auch ihre Inflationsprognose für das kommende Jahr praktisch unverändert. Die Notenbank dürfte vorerst die Auswirkungen des Regierungswechsels in Washington auf die bilateralen sowie die globalen Handelsbeziehungen abwarten. Währenddessen sorgt die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump auch an den Finanzmärkten weiterhin für Unsicherheit. In den USA stiegen die Konsumausgaben der Privathaushalte im Dezember spürbar um +0.5% gegenüber dem Vormonat. Die Teuerung, gemessen an dem von der Fed bevorzugten Inflationsmass, zog im Jahresvergleich von +1.4% auf +1.6% an. Die Kernrate (ex-Energie) stagnierte bei +1.7%. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2% an. In der Eurozone hat sich die Wirtschaftsstimmung zu Jahresbeginn laut einer Umfrage der EU-Kommission weiter verbessert und erreichte den höchsten Stand seit fast sechs Jahren.

 

Quelle: BondWorld.ch