LGT Navigator 6. Dezember 2017 : Anleihen – Verzögerte Umsetzung der Basler Marktrisikorichtlinie

Die handelbaren Aktiva von Banken sind durch globale Kapitalvorschriften abgedeckt, die laut Bloomberg News vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht verschoben und angepasst werden sollen……..


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Die neuen Regeln werden voraussichtlich erst ab 2022 statt 2019 in Kraft treten und bieten damit den grossen Handelsbanken mehr Freiraum, die Kapitalkosten für die Handelsbücher der Banken zu lockern. Nur wenige Grossbanken haben bisher die Auswirkungen der neuen Vorschriften auf ihre Bücher veröffentlicht. Als eine der wenigen hat die Credit Suisse erklärt, dass sich ihre gesamten risikogewichteten Aktiva bei der Anpassung der neuen Regeln potenziell um rund USD 30 Mrd. erhöhen würden. Da die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten als Prozentsatz der risikogewichteten Aktiva berechnet werden, würde die Umsetzung der Baseler Marktrisikorichtlinie die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten senken und die Banken potenziell zwingen, die Kapitalbasis weiter zu stärken, was Anleiheinvestoren in Banken zugutekommt

US-Steuerpläne führen zu Sektorenrotationen

An den Aktienmärkten dominiert Zurückhaltung angesichts der Vortagesgewinne und dem anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Die Technologiewerte konnten sich gestern etwas erholen. Sie waren zuvor unter Druck geraten aufgrund der drohenden Streichung von Steuerprivilegien. Wenig überzeugende US-Konjunkturdaten trugen zur laufenden Konsolidierung bei. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor deutete mit einem stärker als erwarteten Rückgang von 60.1 auf 57.4 Punkte auf eine Abschwächung des laufenden Expansionstrends im tertiären Sektor hin. Gleichzeitig hat sich den Einkaufsmanagerumfragen von IHS Markit zufolge der Wirtschaftsausblick in der Eurozone weiter aufgehellt. Der PMI für die Privatwirtschaft stieg im November um 1.5 auf 57.5 Punkte an und signalisiert damit das stärkste Wachstum seit rund sechseinhalb Jahren.

Quelle: BondWorld.ch