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LGT Navigator 6. Oktober 2016: Furcht vor geldpolitscher Wende

Aktienanleger zeigten sich angesichts von Spekulationen über eine Drosselung der quantitativen Massnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückhaltend…………..


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Ein Bericht von Bloomberg über ein bevorstehendes schrittweises Zurückfahren des EZB-Wertpapierankaufprogramms hatte die Finanzmärkte aufgeschreckt. Zudem wies der monatliche Arbeitsmarktbericht des privaten Stellenvermittlers ADP im September den geringsten Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft seit April aus, was die Hoffnung auf eine starke Arbeitsmarktstatistik am Freitag trübte. Andererseits überraschte der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor mit einem Wert von 57.1, deutlich besser als erwartet. Das signalisiert ein kräftiges Wachstum. In der Eurozone hat sich die Stimmung in der Privatwirtschaft erwartungsgemäss eingetrübt. Darauf deutete der Rückgang des Markt-Einkaufsmanagerindex (PMI Composite) auf aktuell 52.6 Punkte hin.

Anleihen – JPMorgan schliesst sich Goldman Sachs an

JPMorgan Chase sieht die 10-jährigen US-Zinsen gegen Ende Jahr bei 2.0% und schliesst sich damit der Ansicht von Goldman Sachs an, dass wieder Zinslevels zu sehen sein werden, welche seit März nicht mehr gesehen wurden. Die Renditen der 10-jährigen Papiere verzeichneten den seit fast einem Monat stärksten Anstieg über drei Tage, während Anleger auf höhere Zinsen gegen Ende Jahr wetten. Gleichzeitig meinte der Präsident der Fed von Richmond, Jeffrey M. Lacker, dass die Notenbank auf einen möglichen Anstieg der Inflation reagieren sollte. Die Staatsanleihen wurden mitunter auch von den deutschen Bund-Anleihen heruntergezogen, nachdem ein Bericht von Bloomberg konstatierte, dass die EZB ihre Positionen aus dem Anleihenkaufprogramm vorzeitig, d.h. bevor das Programm endgültig beendet wird, sukzessive runterfahren wird.

 

Quelle: BondWorld.ch