LGT Navigator 9. Februar 2017 : Anleihen – Japan trennt sich von US-Staatsanleihen

Letzten Dezember haben japanische Investoren ihre Positionen in USStaatsanleihen so stark zurückgefahren wie seit 2013 nicht mehr…….


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Sie wollen damit mögliche weitere Verluste vermeiden, da die zweijährigen Zinsen auf das höchste Niveau seit zwei Jahren gestiegen sind. Japanische Vermögensverwalter haben netto umgerechnet USD 21.3 Mrd. an Wertschriften verkauft – nach Angaben des japanischen Finanzministeriums der grösste Betrag seit Mai 2013. Es ist auch das erste Mal seit 2014, dass für aufeinanderfolgende Monate Nettoverkäufe festgestellt wurden. Die US-Anleihen verloren im Dezember -0.1% nachdem der Verlust im November noch 2.9% betragen hatte, womit der schlechteste Monat seit Januar 2009 notiert wurde.

Sorge um Zukunft Europas belastet

Weltpolitische Unsicherheiten beherrschen weiterhin die Stimmung an den Börsen und hemmen die Risikolust der Anleger. Neben der medienwirksamen, aber zumindest im Hinblick auf die erhoffte Konjunkturstimulierung wenig aufschlussreichen Politik der neuen US-Administration sorgen sich die Investoren verstärkt um die politische Stabilität in Europa. Die im laufenden Jahr anstehenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, wie auch der Ausstieg der Briten dürften die EU vor eine harte Belastungsprobe stellen. Bemerkbar macht sich dies vor allem an den Anleihenmärkten, wo Investoren aus französischen in die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen umschichten. In der Folge steigt der Risikoaufschlag für zehnjährige französische Staatsanleihen im Vergleich zu Bundestiteln auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Gleichzeitig erreichte auch der Spread zehnjähriger italienischer Bonds ein Dreijahres-Hoch.

 

Quelle: BondWorld.ch